Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1770)

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z) Nachdem zu freywittigem Verkauf des Hrn, Kriegs und Domamen- Rath Ries allhier in der Hn- 
terneustadt an der Fuldabrücke gelegenen Behausung samt dazugehörigen Nebengebäuden und Gar 
ten , anderweiter Terminus licitationis auf Donnerstag den 22ten Marz nachstkünftig angesetzt 
worden; als wird solches hiermit bekannt gemacht, damit diejenige welche Lust dazu haben in so- 
thanem Termin Vormittags is Uhr sich auf hiesigem Rathhans einfinden mögen , wobey zugleich 
zur Nachricht dient, daß die Kaufgelder nach gemeiner Landwehrung die Louisdor zu 5 Rthlr, 
angenommen, und mit einem Gebotvon 2000 Rthlr, angefangen, sodann aber dem Meistbieten 
den auf den letzten Glockenschlag I2 Uhr das Aaus cum pertinendis irrevocabiliter zugeschlagen 
werden solle. Cassel den 26ten Febr. 1770. 
Bürgermeister ll- Rath vig. Commissionis. 
4) Es wollen die Bvhlenische Erben ihre Gemeinschaftl. in der Flschgaße zwischen dem Rheinfelser 
Bierbrauer Deiuet und dem Schuhmacher Göbel gelegene Behausung sodann einen vorm Weser 
Thor an dem Beckermstr. Werner liegenden Garten aufs meiste Gebot vekaufen und sind auf die 
Behausung über voriges Gebot der 1700 Rthlr. 5 Rthlr. mehr und also 1705 Rthlr., auf 
den Garten aber 195 Rthlr. geboten worden, wer ein mehrerers zu geben willens, kan sich beym 
Stadt- Actuario Hr. Amelung melden. 
5) Es will Hr. Johann Henrich Engelbrecht sein auf hiesiger Ober- Neustadt in der Mittelstraße 
zwischen dem Hrn. Oberappellations- Gerichtsrath Lennep und dem Schuhmachermstr. Msmpellier 
gelegenes Haus aus der Hand verkaufen, und sind bereits 8voo Rthlr. darauf geboten. Wer 
nun ein Mehreres zu bieten gesonnen, wolle sich bey demselben melden 
6) Es sind des verstorbenen Hrn. Kriegsraths Schmidt Erben gesonnen, Ihre am Gouvernements 
platz gelegene Behausung zu verkaufen und sind bereits jooo Rthlr. darauf geboten worden, wer 
nun ein Mehrers zu geben willens, wolle sich bey denen Erben melden, worbey zur Nachricht 
dienet, daß keiner von gedachten Erben solches zu behalten gewillet ist. 
7) Es sollen folgende dem hiesigen ñeñor Appelius zuständige Grundstücke und Pacht-Gefalle, als 
i) Ein räumliches Wohnhaus nebst Scheuer , Stallung, Hofreyde und Gártgen darbey, allhier 
in der Obergasse an Conrad Heiger gelegen. 2) Ein Garten hinter der Stadtmauer an des Förster 
Wiesels Kei. gelegen zu 1 Acker 6 Ruthen, z) noch 1 Garten hinter der Stadtmauer an Hr. Pfar 
rer Schönseld und Apothecker Hörle zu i Viril. Ack. ,o Ruth. 4) 1 Ack. in der Lützelbach zu i 
i halben Ack. 2 Ruth. 5) i Ack. auf demH. lberg zu i u. z Virt. Ack. 4-.Ruth. 6) 1 Äcker in der 
Walpersbach zu 1 u.ZVirt.Ack.r8Ruth. 7) 1 Ack. zu Röllhausen zu 1 halb. Ack. 20R. 8) 18 
Metzen partim auf dem Reuthboden zu Homberg jährlich fallend und 9) 3 Viert. 12 Metzen par 
tim zu Mardorf Amts Homberg, Schulden halber verkauft werden, und ist hierzu Terminus li 
citationis auf Donnerstag den roten May schierskünftig von Commission; wegen anberaumet wor 
den- Wer nun daraufzu bieten und solche zu kaufen Lust hat, derselbe kann sich in ernwldtem 
Termin »Olt des Morgens 9 biß Mittags 12 Uhr bey Fürstl. Amt allhier melden und sein Gebott 
thun, und hat alsdann der Meistbietende des Zuschlags zu gewärtigen. Neukirchen de» iten 
Marz 1770. _ „ I. Hollandt. v. l. 
8) Es soll von Obrigkeit und Gerichtswegen, 1) des Schutzjudeu Salomon Abrgbams zu Zimmers- 
roda gelegenes Wohnhaus worvon das unterste Stockwerk mit ausgehauenen Steinen ungefehr 15 
Schuh hoch gebauet ist , mit verschiedenen guten Stuben, Cammeren und Boden, wie auck 2 
Keller worvon einer gewölbt nebst einer mit Krippen und Rauffen wohl versehenen und guth einge 
richteten Stallttng vor 6 St. Vieh, und einer mit 2 Thore» versehenen Hoffereyde, woraus ein 
Bruñen ist, samt Holz u.MisteStätte, wie auch einemNebenhanse u einem auf demHoffe gelegeneKüche 
Garten so mit einer Mauer umgeben. 2) 1 grossen Garten, nahe am Dorffe gekegen, welcher mit 
einer lebendigen Hecke, auf der Trift seithc aber, mit einer Mauer 6 Schuhe hoch, und 22 Ruth, 
lang, versehen ist, und in welchem 2 Fuder Heu und 1 Fuder Grummet alljahrl gemacht werden 
können, worinnen auch auf 70 und mehrere St. Aepfel und Bieren-ohne die vielen Zwetschen und 
Kirschen Baume nebst einen grossen Welschennuß Baume stehen, ausserdem auch sich in solchem v. 
8 Homberger Metzen Gl'gbe Lllndt, wir auch eine grosse «¡uanduec Johannes u. Stachelbieren 
Strau-
	        

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