Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1768)

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nicht hierdurch bekannt gewacht, als auch zugleich besohlen, di sses Ausschreiben in dorti 
ger Stadt und Amt zu jedermanns Wissenschaft unter öffentlichem Giockenschlüg publici- 
ren und affigjren zu lassen. In dessen Versehung bleiben Wir Euch gnädig und günstig 
2) <)b es zwar von je her eine bekannte Sache ist, daß von jeder QhmeWein, Bran 
dewein oder Bier 26 Alb. oder von jedem Maaß vier Heller zur Trancksteur für gnädigste 
Landeeherrschafft bisher zu entrichten gewesen, allermaßen diese Abgift nicht nur in denen 
Anno lssz. Is5s. und solgends in annis 1655. 1666 und 1688. aufgerichteten Landtags- 
Abschieden festgesetzt und regulnet, sondern auch durch die nachherige Landtags - 
Abschiede von einer Zeit zur andern prolongirct und bestätiget worden; So bat sich doch 
der geschehenen Anzeige zufolge gegen Vermuthen vor kurtzem geäusert, daß diese verord 
nete Trancksteuer nicht aller Orten richtig eingebracht und berechnet werde, auch sogar 
einige Wein und Brandeweinschenkcr, besonders in denen Adelichen Gerichten, auf Mit 
tel und Wege sinnen, um sich der schuldigen Entrichtung dieser Landesherrlichen Abgabe 
auf eine oder die andere Art zur Ungebühr gäntzlrch zu emschlagen Gleichwie aber diesem 
Beginnen um so weniger nachzushen stehet, als bekanntermassen in dem letzter» Landtags- 
Abschiede von Anno 1764 unter andernworden, daß die Trancksteuren 8erenitli- 
mi Hochfürftl. Durchlaucht ferner hin aufgs Jahre überlass« bleiben und beydermaligem 
ausserordentlichen Vorfalle zur Bezahlung &cr. contrahirten Kriegsschulden mitvenvendet 
werden p-ssen ; So verstehet sich auch von selbst, daß voll dieser Pra;station sich niemand 
eximiren könne, sondern ein jeder, der dergleichen.nasse Waaren verschencket, ohne 
Ausnahme zu deren Entrichtung schuldig und gehalten sey. Wir befchk'rr Euch demnach, 
hierunter denen Unterthanen in dortiger Stadt und Amt ihre Schuldigkeit ernstlich ein 
zuschärfen und zu dem Ende dieses Ausschreiben nicht nur unter öffentlichem Glockenschlag 
vubliciren und gewöhnlicher Orte affigst, zu lassen, sondern auch eures Orts dahin zu se 
hen, daß von denen alldort vorhandenen Schenkern vom Wein, Brandewein und andern 
der Trancksteuer unterworfenen nassen Waaren die vcrordneteA gift jedesmahl richtig abge? 
führet und erhoben werde. Indessen Versehung bleiben Wir Euch gnädig und günstig 
i) Es soll zu anderweiter Verpachtung des Herrfchafftlichen Guths zum Mönchehof 
Amts Cess l ein nochmahliger Lidtarions-Termm Sonn bends den 13t n des nachstin- 
ll-kk.nden Monatbs ^ebruarii auf ^ürstl. Krieas und DomainsN'Cammer abaebalten 
geneigt. Cassel, den 7ten Dec. 1767. 
Fürst!. Hess'fche Regierung Hierselbst. 
geneigt. Cassel den zten Dec. 1767. 
Fürst!. Heßische Regierung Hierselbst. 
II. Verpacht - Sachen.
	        

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