Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1767)

Mit Hoch-Fürstlich -Heßischem gnädigsten privilegio. 
Montag den rzten Novembr. 
Unsern gnädigen und günstigen Gruß zuvor, Ehrsame, gute Gönner! 
Itachrem unter denen alhier ausgeprägten neuen Münhen sich nicht nur falsche von Zinn 
nachgemachte halbe Gulden vor einiger Zeit sehen lassen, sondern auch an dergleichen fal« 
schm Nachschlügen von hartem Metall zwey gute Groschen-Stücke dermalen zum Vor 
schein kommen, welche aber wegen ihrer unförmlichen Präge sowohl, als wegen ermang- 
lenderRändung leicht kennbar und von denen ächten Müntzen zu unterscheiden sind; Als 
wird Euch solches hiermit bekannt gemacht, um nicht nur die Unterthanen in dortiger 
Stadt und Amt durch öffentliche Verkündigung dieses Aueschreibens für dergleichen zum 
Vorschein kommenden falschen Münhsorten zu warnen, sondern auch zugleich die forder- 
samste Verfügung zu thun, daß alle und jede Gelderheber, Kauf-und Handelsleute ge 
naue Aufmercksamkeit brauchen und Acht haben, von wem etwa solche unächte Möntzstü- 
cke vorgeschoben werden, damit sodann auf den Urheber genau in^uiriret, und nach dessen 
Ausfüttdigmachung selbiger zur Bestrafung angezeiget werden könne. In dessen Versetzung 
bleiben wir Euch gnädig und günstig geneigt. Cassel den roten Qctober 1767. 
Fürst!, Herrsche Regierung Hierselbst. 
I. Ss- 
l
	        

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