Volltext: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1767)

SaS C 526 r SaS 
V. Sachen, so ltt Lasstl zu vermiethen sind. 
r) In des Cornmißions-RathsHr. Dr. Buchs dahier in der Castinals-Gasse gelegenen Behausung find 
etliche Etagen nebst Stallung, Boden, Keller, auch mit oder ohne Meubles sofort, jedoch bey 
sammen zu vermiethen. 
2) In der Castinals-Gasse, in der Wittib Weiffenbachin Behausung, ist die zweyte Etage zu ver- 
miethen, bestehet in Stube, zwey Cammern und Küche. 
Z) Bey der Frau Siebertin am Zwehrenthor, stehet ein Logis, Stube, Cammer und Küche zu 
vermiethen. 
4) Es hat der Rathsverwandte Herr Kretschmar, als Curator des gewesen Baracken-Commissarii 
Albus hinterlassener Kinder, ihre Behausung bey der großen Kirche, die ite 2te und Zte Etage 
nebst Kellers wie auch Stallung Boden und Cammern zu vermiethen, und kann moäio Novem- 
bris bezogen werden. 
5) In einem am Gouvernements Platz bequemen Hause find auf einer Etage über dem Mrterre 
2 Stuben, tapezirt, eine Kammer, nebst einer Stube für Domestiquen, Stallung für 6 Pfer 
de, ein Bode Fourage verschliessen zu können, eine Remise, und Stall vorHol-tz zu legen, nebst 
einem gewölbten Keller, monathlich oder Jahrsweife zu vermiethen. 
6) Es ist ein Garten zwischen dem Brauer-Meister Umbach gelegen, vor dem Todtenrbore zu ver 
miethen , wer nun dazu Lust hat, kan sich bey demWormund Johann Henrich Stock zu W.hlheü 
den melde»! und sein Gebot thun. 
vi. personen, so Bediente verlangen. 
1) Auf ein adeliches Guth bey Mühlhausen gelegen, »vird ein Verwalter verlanget, welcher nicht 
nur bereits zv. und mehrere Jahre zurückgelegt hat, m»d ledigen Standes , wenigstens, im 
Fall er verheyrathet, keine Kinder hat, fbwöent auch von Jugend auf bey der Qeconomie erzo 
gen ist, so daß er Vieh zu mästen, Bier zu brauen, Brandewein zu brennen, wie Pferde zu 
tractiren und zu halten, mit Holtzungen umzugehen, wie auch das Bauwesen und wie hierzu die 
Materialien am leichtesten zu erhandeln, überhaupt alles, was zur vollkommenen Occonomie ge 
höret, verstehe, und besonders im schreiben und rechnen wohl erfahren seye. Und da der-Gntbs- 
herr jederzeit abwesend ist, und selten auf das Guth körnt; so rvird dem Verwalter die Direktion 
. über das Gesinde, ein vollständiges Inventarium an Pferden, Rind- Schaafvieh, Schrveinen, 
instrumentis rusticis, Hauß-Meubles, auch ein ansehnlicher Theil von Früchten, völlig übergeben. 
Dagegen derselbe eine reelle Caution an baarem Geld, »vorüber man sich bey der Annehmnug ver 
gleichen wird, leisten muß, »velcbe ihm mit 5 pro Cent verintereßiret werden soll. Zu Perri 
Tag 1768. oder noch ehender, kan diese Stelle augetretten werden. Wer hierzu Beleben trägt, 
wolle sich bey dem Hrn. Garnisons-Auditeur und Cantzlcy Advocat Larlge sen zu Herßfeld vorerst 
schriftlich »neldeu, rvelcher »veger» des Salarii und anderer Posten alsdann nähere Nachricht er 
theilen rvird. 
2) Es wird 8 Meilen von hier bey eines herrschaftlichen Beamten im Lippischeu feine Kinder eine 
französische Dernoiseüe, »velche in solcher Sprache sowohl Information zu geben, als in sonstiger 
weibl. Arbeit geschickt ist, unter sehr billigen Eonditionen sogleich oder längstens auf Martini-die- 
ses Jahrs in Dienste verlangt. 
Z) Es werden bey hiesigem Band Fabricante« Georg Bähr noch etliche erwachsene Knaben in die 
Lehre verlangt, welche er ohne die geringste Kosten-auzunehme»» und nach Befinde»» ihnen auch 
Kost und nothdürftige Kleidung zu geben verspricht. Es mögen sich selbige in seinen» Logis in 
der Möllerstrassen in Herrn Köhlers Behausung melden. 
4)
	        

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