Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1767)

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4) Es hat Johannes Knobel jun. als Vormund über des Johannes Volckeweins nachgelassene Kin 
der zu Ehlen, deren halbe Hufe Pfarr-Land, und ein halb Viertel Hnftn-Land, so gnad. Herrschaft 
zinß- und zehndbar, um eine gewisse Summa Geldes an Henrich Büchling daselbst verkauft, wer 
daran etwas zu fodern oder naher Käufer zu seyn vermeinet, kan sich Zeit Rechtens melden. 
5) Vier gute Zug - Pferde, welche »roch in den besten Jahren, sind zu verlassen. 
6) Auf hiesiger Stadt- Waage, ist gegen baare Zahlung zu haben: Berger Thran, die Tonne 20 
Rthlr. Englisches Mehl in Faßcheu von 25 Pf. & 50 Pf. mit dem Holz, die ioo Pf. 4 Rthlr. Ir 
ländische Butter von Waterforrh, in Fässer von 150 & 200 Pf. ohngefehr, 9 Pf. 1 Rthlr. Vnt- 
jenter Butter, in Fässern von ohngefehr loo Pf. 5 u. i halb Pf. i Rthl. 
7) Es macht der Hof-Iubclier Hr. Gisset bekannt, daß bey ihme nicht allein allerhand Iubelirer-Arbeit 
gemacht, sondern auch dergleichen fertige Stücken von verschiedenen Sorten Waaren in Bijouterie 
zu haben sind und logirer vor dem Schloß bey dem Herrn Leib-ekü-urßus Gisset. 
8) Nachdeme nachstehende Eiuwohnere: als Adam Freund, Johannes Pfeifer und Johannes Tö 
pfer alle drey von Schelbach, sodann Johannes Tischer med. von Hülsa, alle vier ans hiesigem 
Amte, theils mit ihren Familien, gegen das wegen des Emigrirens, gnädigst emanirte landesherr 
liche Verbot, aus ihrem Vatterlande zu emigriren und nach Rußland zu gehen ohnlängst sich er 
frechet ; diesen auch ohne Anstand, aber vergebens nachgesetzet worden: Als werden von Obrig 
keit und Amts wegen ermeldte vier heimlich entwichene Emigranten nebst ihren ress. Familien hier 
mit edictalite»-, und zwar zum neu, 2ten und Zten mal peremtorie auf Donnerstag den 2zten Tag 
Iunii 2. c. als welcher Terminus ein- vor allemahl zu ihrer Wiederanherostelluug anberahmet und 
unter der Vedräuung citiret, daß, fals dieselben in xrLsixo allhier sich nicht sistiren, gegen ihre Per 
sonen, und wegen ilwer zurückgelassenen Sachen und Vermögen, denen gnädigsten Verordnungen 
gemäß verfahren werden soll. Oeoretum Homberg den 4ten April 1767. 
Fürst!. Heß, Amt daselbst. 
9) Auf Ansuchen Heinrich von Wehrden, eines Hochfürstl. Braunschweigischen in Pension stehenden, 
und in Amelunxen wohnhaften Sergeanten, dessen Ehefrau Anne Ilse Dorothea, gebohrne Ritter- 
büschen, vor 6 Jahren von ihm gegangen, auch während ihrer Abwesenheit ein uneheliches Kind 
zur Welt gebühren, und er seit der Zeit, ausser diesen, keine Nachricht von ihr erhalten, noch ih 
ren Aufenthalt erfahren können, wird gemeldete, vom Evangelischen Lutherischen Ministerio der 
Stadt Hnxar hicmit citiret und geladen, auf den 27ten April, als welcher Termin ihr für den er 
sten, und auf den 29WN May, welcher ihr für den andern, und auf den 29WN Iunii 3. c. als wel 
cher Termin ihr für den letzttn gesetzet wird, Vormittages um 9 Uhr in hiesigen Petri-Pfarr-Hause 
zu erscheinen, auf die angebrachte, Klage, Rede und Antwort zu geben, und rechtliche Erkänntniß 
zu gewärtigen. Sie erscheine nun in obberahmten Terminen, oder nicht, so soll dennoch auf des 
Klägers ferneres Anrufen erkannt werden was Rechtens. Huxar den zoten Mart. 1761. 
Evangelisches Lutherisches Ministerium hierselbic, und zu dieser Sache 
besonders verordnete Commiisarii. 
10) Da unglücklicher weise am Montag, als den 6ten vorigeuMon. Nachmittags gegen zUhr ein leinener 
Beutel mit ro St. Louisdors und etlichen Thalern Münze, auf der Oberneustadt auf dem Kirch- 
Platz verlohren gegangen; so wird hiermit, wer dieses Geld gefunden, oder davon Nachricht ge 
ben kan, gegen eine bouisäor Recomperrs, inständigst gebeten, dem Buchdrucker Lüdicke es an 
zuzeigen. 
ir) Derer diesjährigen Staats-nnd -äddrest-Calender, sowohl rohe als gebunden, sind vermahle« 
in dem Wayfen-Hauß und bey denen hiesigen Buchbindern annoch zu haben. 
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