Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1767)

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1z) Nachstehende Medicinen find in Commißion zu bekommen bey Hrn. Darmstädter auf den' Gra 
ben, als Ooñor Hofmanns Uuiversal-Lebens-Balsam, das Glas ii Alb. dito bessert Rhübarbara- 
Essenz, das Glas 8 Alb. Universal-Cordial-Balsam, das Glas 8 Alb. Melissen-Spiritus, das Glas 
jo Alb. PilluI* Bezeardico universales Antiscorbuticae, die Schachtel mit 45 Stück, 12Alb. Fkußs 
und Rauch-Pulver mit Ambra, die Schachtel 12 Alb. ein Pulver wider die Schaben und Motten, 
die Schachtel i2 Alb. Ein bewehrt gefundener Wanzen-Balfam, die blecherne Büchse, 24 Alb. 
NB. In dem gedruckten Exemplar, welches mit beygefügt wird, ist der Nutzen und Gebrauch von 
jedem weitlauftig zu lesen. 
14) Im rothen Mantel auf dem Siechenhof, sind n Stück gemästete Capaunen zu verlassen. 
15) Der Becker, Johann Heinrich Branda», dessen Eheweib und beyde Söhne, welche im vorigen 
Sommer ohne gnädigste Erlaubniß nach Rußland emigriret sind, werden hierdurch edictaliter ci- 
tiret, daß sie binnen 6 Monathen sich dahier wieder einfinden, wegen ihres gegen die Landrs-Ord- 
nnngsich schuldig gemachten Entweichens vor Fürstl. Stadt-Gericht sich rechtfertigen, im Gegen 
theil aber und bey nicht erfolgender Rückkehr gewärtigen sollen. daß ferner nach Vorschrift der 
emanirten Landes-Ordnuug gegen sie verfahren werde. Rotenberg den 4ten Febr. 1767. 
A. H. Hüpede. 
16) Es verlangt jemand allhier einen Garten mit einem Hausgen oder Hütte zu miethen. 
17) Es hat jemand über tausendSt. Maulbeer-Vaume zum Behuf des Seidenbaues gezogen, und bie 
tet dieselbe zum Verkauf an. Sie sind schnlmäßig, Fingers dick, auch etwas starker, haben Bau- 
mes-Höhe und zu Kronen die gehörige Anlage, folglich zum Versetzen die erforderliche Eigenschaf 
ten. In eben der Baum-Schule sind auch schöne Nußbaume käuflich ;ti haben. 
1.8) Bey Johann Christian Weis, auf dem Töpfen-Markt, in Kleiensteibers Behausung, sind zu ha 
ben , achte gute Pomeranzen, wie auch Citronen, in billigem Preis, sowohl in grossem als im 
. • kleinen. 
r9) Es ist bey dem Metzger-Meister Johann Henrich Fuhrmann auf dem Töpfen-Markt, extra gutes 
Rindsfett zu haben, der Centner für 11 Rthlr. wie auch Niereufett 8 Pf. für i Nthlr. 
20) Ein noch neu Clavier und Buch mit neuer Mnsic, nebst einem neuen Hanauer Choral-Buch, 
ist um einen billigen Preiß zu verkaufe»». 
21) Es stehet eine frischmelke Kuh, so schweitzer Art und von den besten Jahren, zu verlassen. 
22) Nachdem nunmehro das Mahlen ausser den hiesigen Mühlen, da der gewesene Nothfall ceßiret, 
. nicht mehr statt hat, sondern es damit wie vorhin wieder zu halten ist: Als wird solches hier 
durch bekannt gemacht. Cassel den i2ten Febr. 1767. 
F. H. Kriegs- und Domainen-Eammer daselbst. 
23) Beym Iuden-Brunnen, bey der Frau Escherichen, sind gute platte Wein Bouteillen, 100 St. 4 
Rthlr. runde Wein-BouteMen, 100 St. 4 Rthlr. io Alb. 8 Hlr. wie auch Tafel-Glas in Klfle»» 
und schaubweise, um civile»; Preiß zu bekommen. 
24) Bey dem Kaufmann Dibelius, in der obersten Gasse, sind von der Hochgrafl. Neuwiedischen 
dritten Geld Lotterie zu der dritten Classe, ganze und halbe Loose, nebst Plans zu bekornrnen, die 
Ziehung geschiehet ohnfehlhar den i6:en Marz 1767-. 
25) Lobcl Cülmus, berühmter Pielschier - Stecher, a»>s Grosglogan , und dessen Compagnon, 
Jacob Gumperecht, logirer in dem güldenen Faßgen in der Castinalsgaffe; wer also in Stein, 
Stahl oder andere Metallen graviren zu layen gervillet ist, wolle sich bey ihnen melden 
26) Gustav Ludipig Daman in Rinteln, l>ck bereits im vorigem Jahre bekannt gemacht, wie in sei 
nem aldort auf der Weeser-Strasse belegenem Hause, eiue Auberge, unter den Nahmen, Stadt 
Ham-
	        

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