Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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VI. Notification V<?tt AÜCtfyAttb tt . 
v ^ ft (ä ick aus besonders erheblichen Ursachen bewogen worden, ans meme verwäl 
;) Nach der Zett, ms icy des jetzt glorreich reglerenden Herrn Landgrafen 
tete Rentherey - Bedienung zu g, Vewiaunaen znfliessen lassen. Dahero ich mich tu unter- 
Hochfürstl. Durchl. m.r vwle Gnadens. Bungen zusn^^ das Leinen Manufactur - We- 
lhänigster Dtmckbarkett, um s hr a'6. Ihro Durch!, gnädigstem Wohlgefallen, so weit 
sen, womit ich gnädigst p/^gttet rubWn.Verwichelw Caßl. Frühlings-Messe find die er- 
mrr immer möglich, m Uusna) 8 an verschiedenen Sorten farbigt, gebleicht und ro 
sten Proben meiner Mantssa. tu . aaren^ selbst, mit einem stärkeren Sortiment sok- 
hem Lernen, öffentlich erfthlenen. ) gffidse von Anfang bis zu Ende besucht. Ich habe die 
cher Waaren, drezrmgstsehattene^AuEL'^Ne von^n^^ im..«— 
ytU’MHIVyi / uv|i»iivn» ♦ v*.* *”>'*♦/ -*■. ö —, r , , ~, 
fique öffentlich gethan: Daß alles recht schon sepe: mir dennoch die Messe gut gemacht; weil ich 
nichts anders als gute Folgen davon hoffen kan. Auch dieses um so gewisser, da ich, bey weite 
rer gnädigsten Unterstützung , künfftig noch viel schönere Waaren zu liefern gedencke. 
Die richtige Ursache, warum ich nicht so viel Waare abgesetzt als ich geglaubt, ist diese: Ich 
tonte, ohne allzugrossen Schaden, meine Waare um so geringen Preiß nicht geben, wie sie an 
dere verkaufften. Warum 7 sie war breiter und schwerer, nicht als auf den Kauf, sondern als 
vor mich selbst ins Hauß gemacht: Ohne Leim, ohne Gummi, ohne Starcke, auch ohne harte 
Presse. Es fehlte also derselben aller Schein, der schlechtere Waare verkanfft. Viele Sachver 
ständige und ächte Kenner von guter Waare, sind meine Zeugen, daß ich die Wahrheit sage. 
Medie, so dergleichen Waare auf den Schein wohlfeiler, und auch von meiner etwas theurer 
ohne solchen Schein gekaufft, werden schon nach der ersten Wasche den Unterscheid spühren, als 
dann wird jene schlechter , diese aber besser werden. Ich hatte mir vorgenommen, so gleich nichts 
als lauter dünne Kauf- Waare machen zu lassen, und solche auch aufs beste ¿n schmincken; QW 
lein, ich stehe damit noch an, weil ich Kosten anwenden lmuste, meinem Nächsten zu schaden. 
Ich ersuche und bitte vielmehr alle und jede Kauftre, die meiner Waare benöthiget , auf alle ge 
ziemende Weise: Sie wollen nur vorerst einzele Stücke davon nehmen, und damit die Probe ma 
chen. Sie werden sich selbst wohl thun, und mir wird es hernach an Abgang nicht fehlen. 
Anjetzo und in Zukunfft sind bey mir zu haben, vielerley Sorten von schweren und feinen, 
-reiten und schmalen, gebleichten und rohen Leinen, blau und weiß, wie auch von andern Far 
ben gestt'eiffr und gegittert, auch eine gatz neue Erfindung von farbigt Band-Linnen, ans Grciß 
und andere Schattir-Grund, farbigt und weiß doppelt gegittert, ingleichem verschiedene Sor 
ten Schnupftücher. Man kan Stahlen und gezeichnete Muster bekommen, um sich nach Belie 
ben auszusuchen. Was man nur an Leinen Waare verlangt und bestellet, das soll alsbald ge 
wacht werden. An bestem Material darzu fehlt es nicht,, und ich diene allezeit mit vorzüglich 
guter Waare um billigen Preiß. Herßfeld den izterr Sept. 1766. . ^ , 
Bilstein, Commercren-Rath. 
-M Es ist bereits vorhin höchsten Orts gnädigst aäprvdirt worden , daß denen Städten und andern 
Communen hiesiger Lande, frey stehen solle, ans ihren Cammereyen und Gemeillds - Eassen, un- 
ler denen damahlen bekannt gemachten Bedingungen, in die alhiesige Lotterie einzulegen und den 
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cirte VWe gnädigst privilegirte **»*„*... ^« VI . r „..„ . 
Decembris a. c. ein für allemahl vestbestimmtbleibenden Ziehungs-Termin immer näher kommt, 
und es übrigens die dabey allenthalben wahrzunehmende Ordnung und Accuratesse ohnumgäng- 
gär,glich erfordert, die Bücher frühzeitiger wtf ehender als sonsten zum Schluß bringen zu lassen; 
Als
	        

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