Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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Sv. Hochfurstl. Dnrchl. der HersLandgrafzn Hesse», haben die beyden Hvf-Pyscmentiers, Gem 
Wagner und Johann Christoph Koch in Cassel, durch nachstehendes keierixt Anleg nnd crriá 7 
i tung einer Gold-und silbernen Tressen Fabrique Gnädigst Privilegirt: 
Nachdem Wir denen Supiicimben beyden Hof-Posementiers Wagner und Koch hiermit nicht nttrg«! ' 
digst zugestanden und erlaubet haben, daß Dieselben eine Gold-und Silber r Tressen, Fabrique 
eigene Kosten alhier anlegen können, sondern auch Gnädigst Wollen, daß selbige vor, denen fi. k 
'Unsere 1'rouppe» vorfallenden Lieferungen, nach Beschaffenheit ihrer Waaren und deren Preist 
und in so weit es ohne Beeinträchtigung des, dem Gold-und Silber - Fabriquaut«! ven Concil 
Gnädigst verliehenen PriVíTegis, geschehen kan, nicht ausgeschlossen seyn sollen: 
So haben diejenige, so es angehet, und besonders Unsere d4ori6irmigs - Lommiñisn sich untei 
chänigst hiernach zu achten. Cassel den i/ten Octobris 1765. 
Friedrich L. Z. Hessen (L.. 8 .) 
rt. AFthanfs. 
Gnädigstes Rescript für die beyden HosPosementiers Wagner und Koch, zu Anlegung einer Soll 
.und-Silberne Tressen Fabrique alhier rc. 
4) Nachdem vor kurtzer Zeit, bey dem hiestgen Stockhause, eine derer Stockknechts Stellen erledig 
worden, welche ehebaldigst wieder besetzet, und auf ausdrücklichen Gnädigsten Befehl sowohl d! 
noch gegenwärtig m Dienst stehende Stockknecht zum Profossen ernennet, mithin dadurch vorEH> 
lich erkläret, als auch der künftige Succeslbr, so wie bey ferneren Vscanr-cn dergleichen Perfol) m 
nicht mehr -.ls Stockknechte sondern als Profossen angenommen und bestellet werden sollen, wen 
qer nicht von der vermahlen ledig seyenden Stelle nebst freyer Wohnung, Brandt und Licht 5 
Monathlich an Geld Pier Rthlr. Alle zwey Jahr grosse leionttirnng, benebst eütem Huch rc. vc 
abreichet werden wird; Als hat man solches hierdurch öffentlich bekannt machen wollen, damit ein jed 
yemeldte Profossen vor Ehrliche Lente erkenne, und denenjenigen, welche diese Bediennng zu übel 
nehmen gemittet sind , rvn sich zwischen hier und den 4ten Febr. nechsikünftig beym hiesigen Fürst 
6.om-erneinent zu melden , wegen ihres Herkommens und Verhaltens beglaubte Attettata bcyzubril 
gesi, und darcntf das wettere zu gewärtigen. Cassel den /reu Januar. 1766. 
' Stoßt éefiiscbee Gouvernement ^ictrsdbfl 
5) Ohnerachtet bereits unterm 2ten Octobn's a. p. durch die Casselische Commercien-Zeitnng bekaiiS! 
gemacht worden, daß alle und jede Haudwercks-Meister und Cic rauten ihre Rechi»nngen Der di 
zum Hcrrschafftl. CiviI-BamWeftn gemachte Arbeit und gelieferte Materialien vom Jahr 1765. w 
-heu 15 ten Ianuarii ohnfehlbahr znm Ober-Bau-Amt einliefern sollen; So wird solches, damit ft 
niemand mit der Unwissenheit entschuldigen könne, nochmahlen hiermit wiederholtet, mit der Pa 
v warnnng, daß sie es sich selbst beyzumessen haben, wenn die Rechnungen nach dem gesetzten Tc , 
- »in nicht angenommen werden. Cassel den 8ten Januar. 1766. 
' - Fürftl. Heßisches Gber-Bau-Amr daselbi , 
J (5) Es wird hiermit bekannt-gemacht , daß das vor einiger Zeit hier angelangte Piano & Forte, 
1 nebst verschiedenen Zügen besonders mit eimm neu-erfundenem Flöttn-Zuge versehen ist, sott avi - 
gespielet werden, in so ferne die Zahl der Spieler, die aus 120 bestehen «sott, vollzählig wü> 
C- Der Einsatz für jedes L.Uet beträgt 2 grosse Thaler. Wer dieses schöne mulieakische Instrument! * 
Augenschein nehmen will, der beliebe sich ans dem Marställer Platz in »0 724. wo auch die Cu 
Lage geschiehet, einznsinden. Hierzu ist alltäglich die Stunde von n bis 12 Uhr des Vornritta? Xi 
, bestimmet, damit niemand einen vergeblichen Weg thun möge. Sobald die Anzahl der Hn 
Spieler vollständig ft -, wird, soll der Tgg des Ausspielens durch diese Zeitung bekannt gemaij 
. «erdend Cassel den 8leu Ianuarii 1766. j. 
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