Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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Kaufmann Hrn Bonsseld und dem Marcktmeister Damm gelegenen Behausung ver- 
kauffen und sind darauf 900 Rthlr. gebotten worden. 
rz) Es soll das von des Höchsiftl. Prinz Maximilians Hochsürstl.Durchl hinterlassene Ge- ' 
richt und Erbgut Jesberg / samt Criminal-unt) Civil-Jurisdiction, angemessenen Fahr- 
und Handdiensten, Waldungen,Zehenden, hohen und niedern Jagden, und allen anderen r 
Recht und Gerechtsamen/ auch Gebäuden, und unter andern eine Brandweinsbrennerey, 
sodann die besonders darzu erblich gekaufte z theil an der Dorfschaft Elleroda, auch mit 
Ci'iminal-und Civil-jurisäictiyn^ und denen darzu gehörigen Waldungen, Zehenden und 
andere Pertinenrien / weniger nicht den ganzen Zehenden in der Utterehauftr- Feldmark 
und die ebenfalls Vom Stift s. Petri zu Frizlar erblich erlangte Zehenden, ferner die von 
denen Herren von Löwenstein erblich erkaufte hohe und niedere Jagden, an den Meist 
bietenden verkauft werden, und sind auf das ganze 60000'. Rthlr geboten worden. Wer 
nun ein mehreres zu geben gewilliget, kan sich entweder bey dem Curatore Ponor. Hun- 
deshagen selbst melden, oder in dem auf den 28;en May anberaumten Termino licitatio 
nis Vormittags 9 Uhr auf Fürst!. Regierung erscheinen, und daselbst sein Geboth thun, 
gestalten darinnen der Meistbietende M Zuschlags zu gewärtigen habe. 
14) Nachdem die Neue He-rberge bey Holhhausen, ohnweit 'Gudensberg cum pertinemus 
an den Meistbietenden gegen daare jetzige Nieder-Heßische Wehrung verkauft werden 
soll; So werden diejenige, so gedachte Neue Herberge zu erstehen vermeinen, ersucht, 
sich bey dem Vormund George Rehmüller aldier in der Unterneustadt oder zu Holtzhau- 
sen beym Henrich Rudolph oder beym Hrn. Lu Momberg zu Gudensberg zu melden, 
ihre Gebott zu thun, und hat der Meistbietende alsdann des Zuschlags zu gewärtigen 
und sind vorläufig 2200 Rthlr daraufgebotten worden. Es dienet auch zugleich zur 
Nachricht, das ohne Obrigkeitliche 'Attestata niemand zum Mitbieten gelassen wird, um 
in der Zahlung hinlänglich versichert zu seyn., 
IV. Sachen^ so in La siel zu vermiethen seyrrd. 
r) Es will der Handelsmann Hr. Clement von Hof; Geismar, sein Eck - und Neben , Haus, 
zwischen dem Schmidt Köhler rrnd der Wittib Egerim, auf dem Pferdemarckt gelegen , vermiethen, 
bestehet in 4Stuben, 3 Cammern, 3 Küchen, ein Kramladen, 2 schonen gewölbten Kellern, 2 Bodens, 
auch im Hinterhause, - Kammern, Boden zu Holtz, Stallung vor etliche Kühe, desgl. kleinen 
Hof zu Mist, und kan auf Johanni dieses Jahrs bezogen werden. 
2) Auf der Oberneustadt, bey Hrn. Engelbrecht, ist eine gantze Etage, desgl. ein grosser Keller zn 
vermiethen. „ _ 
3) Hinterm Marstall in Nro. 740. ist ein Logiment, bestehet in 1 Stube, 2 Cammern, räumlichen 
Gang und Platz vor Holtz zu legen, zu vermiethen und kan auf Johanni bezogen werden. 
4) Es hat der Lohgerber David Hernemann, in seinem in der Unterneustadt, in der Mühlengasse, ge 
legenen Hause, in der ersten Etage, 2 Stuben, 2 Kammern, - Küchen, Boden, Keller, benebst 
einem Pferdeftall, welcher auch zum Holtz zu legen kan gebraucht werden, zu vermiethen und kan 
aufJohanni bezogen werden. 
5) Auf der Oberneustadt stehet ein Keller, worin 12 Stück Wein gelegt werden können, zu vermie- 
rhen, und kan auf Verlangen noch einer von derselben Grösse dabey gegeben werden. 
6) Auf dem Marckt in einem gewissen Hanse, ist ebenfals ein guter Keller zu vermiethen. 
7) In einem wohlgelegenen Hause, sind 2 Etagen entweder einzeln oder beysammen, sogleich zn ver- 
' . mie-
	        

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