Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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zweck gehabt, der in den letztem Krlegs-jahren bedauerlich eingerissenen allgemeinen Zerrüt 
tung im Müntzwesen tuccâè Einhalt zu thun, und Unsere getreue Unterchanen für dem 
ihnen daraus zuwachsenden empfindlichen Schaden, so weit und so geschwind solches be, 
wandtenUmständen nach möglich gewesen, ficher zu stellen; Also haben Wir auch nunmehre, 
in Beziehung auf die unterm roten Decembris a. p. des Endes bereits vorläufig erlassen 
Verordnung, aus gleich heilsamer Abficht, um endlich diesem verderblichen Uebel mit ei, 
nem mal völlig abzuhelfen, und in Unseren sämtlichen Fürftenthümern und 
Landen nebst dazu gehörigen Graf, und Herrschafften einen durchgängig gleichen fest, 
und unabänderlichen Müntzwß einzuführen, aus Landesrätterlicher Vorsorge gnädigst 
rdblvircf, mtt dem Müntzwesen überhaupt eine Verbesserung vorzunehmen, dabey über 
auch zugleich für die gantzlicheEnkf rnung aller bis dahin im Cours gewesenen theils schlech 
ten, theils ihrem innerlichen Gehalt nach ungleichen, theils auch durch den langwierigen 
Gebrauch verschlissenen Geld-Sorten zu sorgen, und solche sämtlich auf einen festen und sichern 
Müntzfuß, nach dem zuAugspurg angenommenen etwas schwereren Cöllnischen Marckge« 
Wichte, auf das allergenaueste unter gleichförmigen ein-für allemal jest gestellten saubern 
Müntzstempeln umprägen zu lassen, dabencdcn aber auch, soviel nur immer möglich, zu 
verhüten, daß es bey dieser von Uns allschon würcklich getroffenen Veranstaltung, bis et» 
ne genuglame Menge neuer Müntze geschlagen seyn wird, an dem nöthigen Surrogate» nicht 
fehlen, und Un sere getreue Unterthanen, welche mit alter Silbernzüntze versehen sind, keb 
ncn allzumcrcklichcn Verlust leiden, weniger nicht der fremden E cheidemüntze überhaupt, 
so wie den auswärtigen » in Korn und Schrot nicht vollkommen gerecht befundenen gröbern 
tgeit)' Sorten kein weiterer Eingang in hiesige Lande gestattet werden möge. Setzen dem, 
nach, ordnen und befehlen hiermit gnädigst und ernstlich, daß 
I. Vom l. April dieses Jabrs an in sämtlichen Unseren Cassen durchgängig keine ande, 
re als die hiernach specifidm Geld-Sorten, auch in keinem andern als dem dabey bemerck, 
ren Werthe weder angenommen noch ausgegeben werden sollen, und zwar: 
a An Goldborten. 
i. Die Chur-Cöllnische, Bayerische und Pfälßische, dann Hochfürstl Anspachische, 
Hertzogl. Würtenbergische, Hochfürstl. Heßische und Fuldische Carolinen zu 6 Rthlr. 
l^ota. Die Hochfürstl Vaaden-Durlachische, Hohenzollerische und Waldeckische, 
sodann Gräfl. Monforter, sind und bleiben gäntzlich verrufen. 
2 Halbe dito * * $ ? 
3 Viertels dito - » , 
4. König!. Franhösische Schild-Couisd'or - - 
s. Halbe dito - - - - 
6. Viertels dito - , , , . 
7 . König!. Frantzös. Sonnen Couisd'or , , 
8. dito wichtige alte Louisd'or und andere gute Pistolen 
9. Königl. Spanische Pistolets en . , - 
10. Doppelte dito », - ? $ 
11. dito QuadruplCtt * # * $ • 
3 Nthlr. - - 
i Rthlr. i6 Alb. 
5 Rthlr 28 Alb. 
2 Nthlr. 30 Alb. 
i Nthlr. is Alb. 
% Rthlr. 28 Alb 
4 Rthlr. 26 Alb. 8 Hlr. 
4 Rthlr 24 Alb. 
9 Rthlr. i6 M. 
19 Rthlr. J2.
	        

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