Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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50 Es foÄett zweyerley Sorten sehr alte, und vom beste»! Gewächs seyenden Rhein-Weins, nemlich von 
der erster» ein Faß, zu ein Ohm, von der andern ein Faß, zu einer halben Ohm, und ein 6 Viertl 
haltendes Faß, an den Meistbietenden gegen baare Bezahlung in Nieder-Heßischer Wehrung ver- 
auctionim werden. Wer nun hierauf zu bieten Lust hat, kan sich Freytags den 2i ten Merz, Nach 
mittags um 2 Uhr, in des weiland Hrn. Regierungs - Secretarü Vultejus hinterlassenen Erben Be- 
hausnttg auf dem Brink einfinden. 
8) Es sind noch einige Claviere zu verkaufen. , ** 
o) Bey Hrn. Schminken, in der Möllergaye, ist zu haben, zweyerley fein Spelzen-Mehl, vom aller 
besten Vorschuß, i6 Pf. 2te Sorte, 23 Pf. Weizenmehl, 25 Pf. Fein Gries-Mehl, 15 Pf. Nudeln, 
ii Pf.und Hirsen, 20 Pf. 3 i Rthlr. auchCentnerweis. 
Bey dem Gastgeber und Weinhandler, Johann Korber allhier., zum goldenen Engel, ist von dm 
besten Gewachsen Rhein-Wein, Slück-undOhmenweise zn bekommen, wie auch Madera und Cham 
pagner, in civilen Preise. r 
10 ivlonliLur bamare, von Nancy, welcher dahier im Nro zi.beyHn.Eülner, in der oberstessGasse logrret, 
machet, verkauft und theilet aus die wahrhafte Eisen-Kugeln Boule de Mars,cöev Boule d’acierVut- 
neraire genannt. Die Tugend und Wirkung dieser Kugel ist sehr wunderbar, sowohl für den mensch 
lichen Körper, als für alle Gattungen der Thiere. Sie ist sehr nützlich in einem Haus vor äußer 
liche und innerliche Schaden zu heilen, als da sind : Die Zerquetschungen / geschnittene oder gesto 
chene Wunden, Seitenstiche, Kopfwehe, Nasenbluten, Goldader, scharfe Flüsse, Hartung und Ge 
schwulst der Milz,Zahnwehe, rc. Man kan derselben von unterschiedlicher Grösse und Preis haben. 
Die weitere Nachricht ist bey dem Verkäufer ohnentgeltlich zu haben. Diese Eisen-Kugeln sind 
von dem Hrn. Hof-Rath Cornitius approbiret und gut befunden. ,.. 
12) In der Mittelgasse, in des Brauers Weidlings Behausung, bey Hn.Nosenbusch, sind zu haben, feine 
Faden-Nudeln, li,Pf. vor i Rthlr, in Kisten, 12 Pf. Frankfurter Weizen-Grießmehl, 13 Pf. feines 
Spelzen-Mehl, i8Pf feine Perlen-Gerste, 12 a 13 Pf. Carol. Reis, »8 Pfund; Altendorfer-Hirsen, 
18 Pfund; beste weisst Starke, n Pf. seiner Haar-Puder, 11 Pf. Lacmüs, 3 Pf- vor 1 Sitir. besten 
St. Omer, in Bley, 3 Pf. vor 1 Rtlr. Rappe, 9 Pf. ungleichen sind auch verschiedene Sorten feine 
Martinique-Lasse, Candis, Hutzucker und andere feine Gewürz - Waaren, um einen billigen Preis 
zu haben. 
rz) Es sollen Montags, den i/ten dieses Monats Merz, und folgende Tage, au Silber, Kupfer, Mes 
sing, Ziuu,Porcellaiu, Manns-Kleider, Schränke, Bette, Stühle, Tische und dergleichen Hansgeräthe 
mehr, gegen baare edictmaßige Zahlung verauKioniret werden. Wer nun davon kaufen will, kan 
sich in des Hrn. Büchners Behausung in der Weinberger-Strasse auf der Obernenstadt, jedesmalen 
Nachmittags um 2 Uhr eiufiudeu. Die erstandene Sachen werden jedesmal den folgenden Morgen 
von 8bis ii Uhr gegen die Zahlung abgeholet, widrigenfalls den folgenden Tag auf des Käufers 
Gefahr wieder verauKiouiret. 
14) Die beyden Gebrüdere Labhard haben ihr Elterliches Wohnhaus, in der obersten Eudtengaffe, um 
eine gewisse Summa Geld verkauft. “ Wer nun an besagtem Hanse etwas zu fordern hat, kan sich 
Zeit Rechtensbey dcmBüttschrcibcrFnnk melden. 
15) Bey dem Gärtner, Herrn Graßmeder, unterm Weinberge, ist ein Fuder Heu, Centnerweis zu 
verlassen. 
16) Es ist eine 4sitzige Chaise, mit grauen Tuch und gelben Borten ausgeschlagen benebst Glaß-Fen- 
stern , zu verkauffeu, und ist sich desfalß bey dem Hrn.Hof-Secretario Fenuer zu melden. 
17) Künftige Oberneustädter Lätare-Meffe sittd bey dem Kauf-und Handelsmann Johann Franz Ca- 
t/'sse in der Frau Wittib hamste Behausung gegen dem Meßhans über, folgende Waaren in billig 
sten Preisen zu haben; Als: verschiedene Sorten feinen Casse, Candis und Brodzneker, extra feinen 
und ordinairenThec, Caroliu-Rcis,Holländische Perlen-Gerße, Nürnberger-Nudeln, Gries, Mehl imd 
verschiedeneQualiräten feinNmnberger-Spelzenmehl. 1 8) Auf
	        

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