Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1766)

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' nís Vormittags 9 Uhr auf Fürst!. Regierung erscheinen, und daselbst sein Geboth thun, 
gestalten darinnen der Meistbietendr des Zuschlags zu gewärtigen habe. 
IV. Sache»/ so Ln Lasset zu vermiethen seynd. 
1) Itt des Hrn. Commillionr-Rath Or Buchs Behausung alhier iu der Castinalsgasse, sind einige 
Etage,nebst Boden, Keller, Stallung, mit oder ohne Meubles zu vermiethen. Auch soll dessen 
Rebenhauss auf künftige Ostern unter gewissen Vorbehalt vermiethet werden. 
2) In der untersten Marktgasse in des gewesenen Schnurmacher Greben Behausung an der Hirsch 
Apothecke sind auf Ostern zwey Stuben nebst Küche zu vermiethen. 
3) Der Beckermeister,Conrad Lampe am Steinwege ist gesonnen seinen Garten gegen der neuen Bleicht 
nach der mittelsten Schanze zu auf den Weg stossend, zu vermiethen. Wer dazu Lust hat, kan sich 
bey ihm angeben. 
V. Personen, so Bediente, verlangen. 
x) Es wird eine Magd verlangt, welche sogleich in Dienst treten kan. 
VI. Personen, so Dienste verlangen. 
1) Eine ledige Frauenspersohn, von honetter Familie, so iu allerley Frauenzimmer-Arbeit, auch zum 
Theil in der französischen Sprache erfahren , suchet Dienste als Cammer-Jungfer bey einer Adeli- 
chen llame. 
2) Ein Junger Mensch, welcher etwas frisiren kan, suchet Dienste als Laqnay. 
3) Eine Person, welche mehr gedienet, und mit guten Atteltatis versehen ist, suchet hinwiederum auf 
nächstkünftige Ostern als Haushälterin auf dem Lande oder sonsten aühier in der Stadt emploirt 
zu werden. 
4) Es will sich jemand, auf künftige Messe, in einer Loutiyue vonSpecerey-Waaren, als Schreiber, 
gegen einen billigen Lohn gebrauchen lassen. 
VII. Personen, so Capitalia auszulehnen gesonnen. 
1) Achthundert Rthlr. Pupillen-Gelder in Gold, sind gegen doppelte Verschreibung und gerichtl. 
Obligation, entweder beysammen oder eintzeln zu verlehnen. 
2) Hundert und zwanzig Rthlr. Gilde-Gelder, sind gegen sichere Hypothec zu verlehnen. 
3) Zweyhundert Reichsthaler Pupillengelder sind gegen gerichtliche Obligaron und Landübliche Im 
reresse auszulehnen. 
VIII. Novation von allerhand Sachen. 
1) Es ist in der Rächt vom izten auf den 14WN Rovembr. verwichenen Jahrs, der Churpfalßische 
Postwagen ohnweit demDorffe Sinn Fürstl. Rassauischen Amts Herborn von einer Raüberbande 
vergewaltiget und lpoliiret worden. Da nun vor kurzem die sämtlichen Thätere entdecket, auch 
verschiedene von ihnen zu haften gebracht worden, hat sich unter andern: mit zu Tage geleget, daß 
nachbeschriebener Rädelsführer Philipp Müller aus Gondersdorff, nachher zu Erdbach im Herr 
bornischen , ein Jäger von Profession, welcher in letzterem Kriege unter dem Hannoverischen Jäger- 
Corps gedienet und seit kurzem mit Messern zu handeln angefangen - des Ends auch von dem Chrir- 
Pfältzischen Jülich-Bergischen Hof-Rath und Richter Kannegieser, Stadt und Amts Solingen, von 
wannen der Milieus des Messer-Schmidts Graa Tochter Petronetta zur Frauen hat, kurtz nach 
dem
	        

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