Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1765)

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Eschwege eingesehett werben kav, an den Meistbietenden überlasten, «nd können die Liebhabers sich de<- 
falß bey gedachter Wittib alsdeun melden. 
7) Es ist jemand gesonnen junge Leute, sowohl im Frantzöfischen, als Deutschen, wie auch Schreiben 
und Rechnen, in Information. allenfalls auch in die Kost und Quartier zu nehme«. 
8) Ein gewisser Candidatus juris, von honetter kamilie, welcher auch im Französischest erfahren, und 
schon bey Amt gedienet offerirt bey ein oder andern» löblichen Stadt-Magistrat seine Dienste, als 
Stadt - Gerichts - Actuarius. 
9) Der Weinschenck Hr. Darmstädter, auf dem Graben, hat in einer directen Ladung empfangen, von 
denen besten Gewächsen weissen Frantzwein dieBouterlle 6 Alb. pontac 10 Aid. 8 Hlr. 8 A b Picar- 
dan 8 Alb. Mailaga-Sect 18 Alb. rothen auf Bourgunder Reben gewachfenea Rtiemwein 14 Aid. 
andere Gewächse weissen Rheinwein, 16 Alb. 14 Alb. jo Alb. 8 Hlr und 8 Aid. gedachte Weine sind 
um billigen Preiß auch bey Oxhvf und Ohmen weise zu haben, auch sind angekommn vm'lable Nan- 
cier Lichter 4 und ihaib pf. vor 1 Rthlr. Schweitzer Käse das Pfund 6 Aid. 
10) Herr Friederich Köhler avertut, daß er seine vorrathige Waaren, bestehend in allerhand Sorten 
cher, Piuche, Chai Ions, Rasch, Muldon und Sommerzeuge, um wohlfeilen preiß verkauften will. 
i r) Es hat jemand eine sehr commode französische Chaise vor 4 Personen um billigen preiß zu verlassen. 
12) Es Hat jemand einen ganz neuen großen zinnernen Baum-OeHl-Kasten, wie auch verschiedene Eßig 
Fässer von r und ein halb Öhm haltend, um billigen Preiß zu verlassen. 
iz) Es wird von jemand ein guter Wind Ofen verlangt, wer selbigen hat, und gegen baare Bezahlung 
verlassen will, be lebe solches dem Buchdrucker Lüdicke zu melden. 
14) Bey Henn Rolhband auf dem Töpfenmarkt, ist extra guter Wein-Eßig das Maas6 2l!b. zuhaben. 
75) Bey dem Kaufmann Herr Lange in der obersten Gaste, ist seiner B'ravnjchweiqer Flachs zuvevkausien. 
16) Es ist allhier eine vmtable Möller-Büchse, nebst einer panduremFlime zu verkausten. 
17) Es hat der Schumacher Meister, Johannes Fischer, sein Wvhnyauß in der untersten Schaffer Gasse, 
um eine gewisse Summa Geld verkauft, wer nun noch was zu prxtendiren hat, oder naher Recht 
vermeinet zu haben, kan sich Zeit Rechtens meiden. 
18) .Bey dem Gärtner M. P. Bourguignon unterm Weinberg, sind extra dorten Holländische Blumen- 
Zwiebeln, als gefüllte und einfache steinten . Tulipanen, Kanencul«!, Anemonis, Tacetten, Narciii 
sea. Tuberosen und Iris, um einen civilen Preiß zu haben, worüber ein gedruckter Catalogus derer 
79) Ein Russischer halb bedeckter, in Riemen behengder, ohnschadhafter Reise-Wagen. sicher zu verlassen. 
20) Es wird vor eine stille Haußhalkung, auf hiesiger Oder-Neustadt, ein Logement, welches aus drey 
Stuben, einigen Cammern, Küche, Reller, und nöthigen Holz-Platz bestehen muß, auf bevorste 
henden Michaelis Tag verlanget. 
27) Johann Philipp Conrad Boas, in der ehemaligen Eteinischen Erben Behausung, auf der Mittel 
gaffe wohnhaft, erbiethet sich der Jugend im Rechnen auf eine geschrckliche und kurze Art, Unterricht 
mittzuiheiien. Jngleichen ist auch bey ihm das Hebräische, Caldeische, und besonders die unter den Ju 
den gebräuchliche Schreibart, zu erlernen. 
22) Es hat die Frau Regierungs-Räthin Rleinschmidin , ihre Behausung in der obersten Gasse, zwi 
schen dem Adi'ocato Camera: Müldner, und dem Brauer Lorenz gelegen, um eine gewisse Summa 
Geldes verkauft. Wer uun näher Käuffer sein will, oder daran etwas zu pr-Ltendiren vermeynet, 
wolle sich in Zeit Rechtens melden. 
2Z) Das wahre aufrichtige Dung Salz, in allen Gärten, Weinbergen, Wiesen und Aeckern zu gebrau 
chen, und 72 Jahr lang ohne anderen Dung auf denen Feldern, sie mögen noch so mager, sandtgt 
oder steinigt -seyn, den erwünschten Nutzen zeigend, zu geschweige», den hierbey erspahrenden Fähr 
lohn, ist in Teutschland allein bey dem Burger und Handelsmann Güntzer in der Hellqaß zu Frank 
furt am Mayn, Jahr aus und ein. so wohl in quantitas, als Pfund weis, gegen Einsendung guten 
Geld und Briefe franco, á 20 kr. das Pf. zu bekommen, das mehrere aber in dem gratis zu Diensten 
flehenden Plan zu ersehen, nb. Wer aber eine ansehnliche starke Parthie zu übernehmen Belieben wöl 
be
	        

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