Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1760)

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digungs-Frist, beym Caßierer sich melden, und ihr vorgeschossenes Capital, in guten 
Geldsotten, gegen Zurückgabe der Actie, in Empfang nehmen mögen. Cassel, den 14. 
April 1760. 
z) Es hat der Drechsler-Meister, Friedrich Werner, seinen vor dem Möllerthor, am 
Seiler Weege und dem Gem. Bürgermeister Siebert, gelegenen Garten, um eine ge 
wisse Summa Geldes verkaufst, wer etwas daran zu fordern hat, oder naher Käufer zu 
seyn vermeynet, kan sich Zeit Rechtens, melden. 
4) Der allster wohnhaffte Zahn-Artzt, Johann Friedrich Schade, macht hierdurch be 
kam, daß er sein gehabtes Logis verlassen und nunmehro in der Mittelgasse, in des 
Drechsler-Meister Gerhards Behausung, wohnhafft seye. Ambey offerirt er seine Dienste 
und ist jederzeit erbötig auch die, so seiner benöthigt, ausser dem Hause, zu bedienen. 
5) Bey dem Handelsmann, David Schmidt, allster, in der Castenalsgaffe, im söge- 
nannten Faß, wohnhafft, sind allerhand Sorten von seinen Uqueurs, von Anis, Kümmel!, 
Fenchel!, Nerffco, Pommerantzen, Calmus, Zellerey, Zimmet, Negelein, Roßma- 
rien, Cardemum, Coffee, Chocolade, Krausemüntze, und noch andere Sorten mehr, 
um billigen Preiß, zu haben. 
6) Auf dem Marckt, an der Schüttelitte Ecke, ist extra guter Coffee, das Loth zu 7 Hlr. 
ingleichen, verschiedene Sorten Candis, Raffinat • Surfer, Thee und andere Gewürtz- 
Waaren um billigen^Preiß, zu verlassen. 
7) Beydem Gärtner ScheUhase, aus der Qberneustadt, sind extra schöne Lavcoyen-Stö- 
cke, zu bekommen. 
8) Es wollen die Frau Postmeister Reinück, in ihrem Hause , in der Mittelgasse, 17 stück 
wohlconditionirte Fenster, von runden Scheiden, entweder überhaupt, oder Etagen weis, 
ingleichen, in ihrem vor dem Möllerthor, gelegenen Garten, dasGraß, verkauffm. 
9) Es ist den I4ten ffujur allhier, ein schwarhes Pferd, so eine Stuthe und das einge- 
brandte Zeichen 6. R an dem lincken Hinter-Beine hat, aufgefangen worden: Wem 
mm dasselbe entlauffen, kan sich bey hiesigem Gericht melden, sein daran habendes Ei 
genthum weiter angeben, und hernach solches gegen Erlegung der aufgewandten Atzungs 
Kosten wieder erhalten. Hoof den i6ten May 1760* 
S. L. Bröscke. 
von Dallwr'gksther Gefamt-Rrchter, daselbst. 
ic>) Es wird in einer gelegenen Straffe, ein Hauß oder in dessen Ermangelung, 4 Stu 
ben, nebst Eammern, Boden und 2 Küchen, wovon aber 1 Stube auf dem Haußer- 
den seyn muß, sogleich oder aus Johanni, zu miethen gesucht. 
11) Zngleichen, wird eine bequeme Wohnung, ohne Meubles,die wo möglich nicht gar zu 
weit vom Schloß, gelegen, und aus 2 Stuben, 3 Cammern vor die Herrschafft, und 
1 Stube, 2 Lämmern, vor vomeffi^uen, beneost Stallung, Keller, Küche und Boden, wo 
Fourage aus s Pferde, auf ein gantzes Jahr, gelegt werden kan, bestehen muß, zu mie 
then gesucht. 
12) Eine gantze Brau-Geräthschafft, stehet zu verkauffen. 
J3) Wie auch. 1 Ohme und etl. Ärtl. von gutem alten Wein, sind zu verlassen. 
S 3 
Mili-
	        

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