Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1757)

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V. Notification von allerhand Sachen. 
i) Folgende Kecepts, so gegen die graßirende Vieh-Seuche, gut gesunden worden, werden 
hem ?ub!ico ferner communiciret, und zwar; 
i. ^ wider die graßirende starcke Vieh-Seuche , prEservarive und curaüve, zu ge 
brauchen. 
j) Muß dem Viehe eine ziemliche portion Vluth am Halse gelassen werden. 
2) Nimmt man meisten Vitriol - - - -- - - 1 . 
gereinigten Salpeter ------ jedes I Loth 
Rohes Spießglaß - - - - - - - 3 guentl. 
Weiße Pimpernell-Wurßel - - - 1 
Schw.ffclblumen - - - - l- jedes i Loth 
Xlercur'u.18 dulcis - » - - - - I guentl. 
oder statt dessm; Lebendig Quecksilber - - - - I Loth 
Dieses alles zu Pulver gemacht und davon dem Viehe 2 quentl. mit 2 Esselöffel! voll Honig 
und 1 Maaß Wasser nüchtern (nach befinden aber des Tags auch zwey mahl); einge 
geben. 
z) Muß dem Viehe häusfiger Tranck gegeben werden. 
II. Bewährt befundenes praefervativ Mittel, gegen die im schwänge gehende Horn- 
Viehseuche. 
1) Muß dem Viehe am Halße die Ader geöfnet und viel Bluth abgezapft werden; hernach 
2) 4 Loth Salpeter in | Schöpfen Wasser eingegeben und damit ; Tage fortgefahren, 
mithin 3) nach verlauff 14 Tagen, diese pr-rlervaciv cur, wiederholtet werden; 
Wann aber das"Viehe bereits kranck worden, so muß demselben die Ader am Halße 3 
Tage nacheinander geöfnet und dabey 
4) Ein klein spitz-Glaß-voll Brandtewein und im Salpeter 2 Löffel! voll vom Pulversirten 
und sein gesichteten Ziegelstein, eingegeben werden. 
Der dieses Mittel erfundene ^leöicus und ?rovincial Arht Or. Unbeck in Schmalandt, ver-^ 
ordnet dabey, das Viehe nicht in einem warmen Stalle stehen zu lassen, sondern es 
habe die Erfahrung gelehret, daß die Cur nicht besser anschlage, als wann dieselbe in 
freyer Lufft verrichtet werde. 
Tt 2 HI. Ein
	        

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