Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1757)

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6) Bey 
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iv. Dienet zur weitern Nachricht, daß auch durch folgendes Mittel oder Cure, das 
krassck-wordene Viehe, in vörhinniger und auch in jetziger Vieh-Kranckheit, hin 
wieder zur Gesundheit gebracht worden; nemlich 
Man nimmt täglich il Maaß, ordinaires Bier und schneidet darin anfänglich etwas we 
niger, nach und nach aber mehr Rocken Brodt, kocht solches aus und gibt davon ei 
nem stück Hornviehs, zu dreymahlen, Morgens, Mittags und Abends \ theil, aber 
nicht warm , sondern lauiicht zu fressen- und continuiret damit täglich; Sollte aber 
das Viehe zu schwach seyn und es nicht selbst ausfressen können, so muß es demselben 
eingeschüttet werden und zeigt sich die Genesung, binnen 7 - 8 Tagen. 
Cassel! den 4ten Oktober i?s7. 
2) Es wird hiermit bekandt gemacht, daß Montag den 24km Oktober und folgende Tage, 
jedesmahl Nachmittags von 2 bis 6 Uhr, in des Metzger-Meisters Vogts'Behausung 
in der Castmals Gaffe, allerhandt Msubles, Glaser, Zinn, Kupfer, Meßing, Eisen, 
Bette, Kleidungen und Linnen, Stühle, Hvltzern Gerathe und Handtwerckszeug, durch 
eine öffentliche Auction, an den Meistbietenden gegen baare edictmaßige Bezahlung, unter 
dem Vorbehalt, verkaufft werden sollen, daß diejenigen so etwas erstehen, solches alle 
mahl den folgenden Morgen bezahlen und abholen oder in dessen Entstehung gewärtigen, 
daß man selbiges des Nachmittags, auf desKauffers Gefahr und Kosten adermahls aus- 
biethen und verlass.» werde. 
3) Es ist am 2?ten verwichenenMonaths Septembr. zwischen hierund Rorhwesten, aus 
einem Packen, verlohnn worden: i) Ein schwartz sammeter Mantel mit schwartz und 
weißen Flock-Sammet gefüttert und ausgeschlagen: 2) Ein Kopfzeug, mit 2 Fingerbreit- 
feinen Spitzen, noch ohngewaschen. z) Ein paar doppelte Manchetcen, ausgezackt 4) 
Ein weiß Schnupftuch, nebst ein paar Handschuh und ein klein Gebeth-Buch; Wer 
solches gesunden, wolle es dem Verleger dieser Zeitung melden, und hat derselbe ein gut 
Trinckgeld, zugewarten. 
4) Bey denen Gebrüdern Grandidier, in der Endtengasse, ist. jedesmahl Hanauer por- 
cellame von allerhandt Sorten um billigen Preiß, zubekommen; Auch sind bey densel 
ben, gute Rhcin-und Franhweine, Ohmen uud Bouteill. weiß, wie auch Diverse Sorten 
Thee, Chocolade, Canaster und ordinaler Rauch-Taback, um civilen Preiß, zubekomen. 
5) Es wollen des verstorbenen Kauf-und Handelsmanns, Johannes Hoffschlägers Erben, 
ihre angehörige Berg-Theil, zum Clausthal, in Chur-Hannoverischen geleaen, an den 
Mmstbietenden gegen baare Bezahlung verkauffen; Wer solche zu kauffen Lust hat, 
kan sich bey dem LuratoreHrn. SecreraireBallauffin Münden oder alhier in Cassel in der 
Untersten Marcktgasse, in der verstorbenen Wittib Rauschin Behausung, bey Herrn 
Bernhardt Hoffschlager , melden und die Condkiones vernehmen.
	        

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