Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1755)

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4) Bey denen Gebrüdern Oranckclicr ist einLogiment vorn heraus, bestehend aus 2 Stuben, 2 Cammer«, 
Küche, Keller und Holtzschoppen zu vermiethen, und ist sogleich oder auf Christag zu beziehen. 
5 ) In der gewesenen Trieblischen Behausung in der Obersten Gassen, sind künftige Ostern verschiedene 
Etagen, worunter einige tapezirt und wovon die Unterste, wobey ein groß Gewölbe befindlich, vor eit 
ríen Kauffmann so mit Bremer Waare handelt, sich schickte, wie auch Stallung nebst Boden und Kut- 
schen Remise, zu vermiethen; Wem nun damit gedienet, wolle sich bey dem keZillrawr Hrldcwig im 
Elephanten melden. 
6) Es ist vor dem Müller »Thor ein Garten, worinnen eine Hütte mit Camin und Brunnen befindlich, 
wohl angelegt, zu vermiethen. Der Verleger giebt Nachricht- * 
V. Personen, so Dienste verfangen. 
1) Eine Frauens -Persohn von honetten Eltern, welche mit nehen, waschen, bügeln, Haar frisiren, 
wie auch mitSchneider» und Tapezir-Arbeit umzugehen weiß, suchet Dienste alsCammcr-Iuugfer oder 
als Haußhalterin. Der Verleger giebt Nachricht. 
VI. Personen, so Capitale aufzunehmen gesonnen. 
r) Es suchet jemand ein Capital von 2. bis zvo. Rthlr. gegen gerichtliche Versicherung aufzunehmen. 
Der Verleger giebt Nachricht. 
VH. Notifiziern von allerhand Sachen. 
1) Da zu der in Hohen Kirchen vacanten Schulbedienunq, bey welcher ein guter Gehakt, ein mit glaub 
haften Zeignüffen des jeder Zeit geführten christlichen Wandels versehenes, wie nicht weniger rn guter 
Erkäntnüß des Christenthums, als im singen, rechnen und schreiben, auch Music geübtes Subjectum, 
verlanget wird: als wird denen zu dieser Stelle Lust Nagenden, hiermit bekant gemacht , daß sie sich 
jvforderst daselbst zu melden, das weitere vernehmen, und zu gewärtigen haben, daß ein vor andern 
den Vorzug behauptender Competent ohnfehlbar zu dieser Bedienung gelangen werde. 
2) Des verstorbenen Herrn Kriegs-Rath Cösters Erben, haben das in der Fisch-Gasse gelegene Wohn- 
hauß um eine gewisse Summa Geldes verkauft; Wer nun was daran zu fordern hat, wolle sich je eher 
je lieber bcy denenseiben melden. 
3) Es hat der hiesige Mundkoch Herr Steinmetz, seinen amWehiheiver-Wege, an dem Hospitals-Vogt 
Herrn Lodmann, gelegenen Garten, um eine gewisse Summa Geldes verkauft; Wer nun näher Käuffer 
zu.seyn vermeinet, oder daran etwas zu fordern hat, wolle sich in Feit Rechtens melden. 
4) Morgen Dienstag den 251*0 hujus gehet die Bücher-^ucbon im Gartvrischcn Hauie auf dem Leder- 
markt an, und wird die folgende Tage darmit fortgefahren werden. 
5) Nachdem* man bißhero von denen Frankfurter Mcehl-Händlern und Fuhrleuthen mit deme von dorten 
hierher gebracht werdenden Meeh! nicht allem imPrerß sehr übernommen worden, sondern auch die Fuhr, 
leutbe das geringe vor das feine Mehl verkauft haben, wodurch das publicum in einen grossen Schaden 
gesetzt worden, und da man nun den Canal gefunken, allwo die alkrfemeste und beste Waare gemacht 
und von dar nach Frankfurt an die Mehl-Händler zum verkauf gebracht wiid; so habe ich mich, als 
nemlich der Becker-Meister Schminke in der Müller-Gasse relölviit, dem kublico zum Besten ein 
Meehl-Lager alhier anzulegen, und ist solches allezeit bey mir nunmehro um einen viel billigern Preiß als 
in Frankfurt zu haben, und zwar die erste, als nemlich die aller feinfie Sorte das Malter vor 7. u. idrittel 
Rthlr. die zweyte vor 6.u. idrittel Rthlr. die dritte vor 5. u dritte! Rthlr. Grieß-Mehl 6. u. idrittel 
Rthlr. und sodann auch von der ersten und atterfeinesicn Sorte Mehl 18 Pfund, von der zweyten 21 Pf. 
und von der dritten 24Pf. Grieß-Mehl 21 Pfund vor 1 Rthlr. zu haben. 
4) Es ist verwichenen Sonnabenv den 8ten dieses, Nachmittags, zwischen Cassell undDörnberg, ein silber 
ner Degen nebst dem Koppel verrohren worden, wer solchen gefunden, wolle sich bey dem Verleger die 
ser Zeitung melden und selbigen gegen ein gut Trinckgelo wieder herausgeben. 
7) Me-
	        

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