Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1754)

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II. Sachen, so ausserhalb Cassel zu verpfachten seynd. 
r) Auf ein Adelich freyes, nicht gar starckeö Land-Guth ohnweit Borcken, wel 
ches in jedes Feld ohngefehr 8 Hombergifthe Q3rtl. Aussaat, dabey recht 
guten hinlängl. Wiesenwachs, auch eine Schäffereyhat, folglich mit 2 Pflü 
gen füglich bestritten werden kan, wird ein Pfachter gesucht, welcher solches 
a dato bis den Iten May oder längstens medio dessen antretten müste und 
weil eines gewissen Umstands halben die ZahrSzeit schon etwas weit gekom 
men, so soll diese Meyerey nm ein sehr leidliches Pfacht,Geld verlassen wer 
den. Die Verlegerin gibt weitere Nachricht. 
III. Sachen, so tn-und ausserhalb Cassel zu verkauften seynd. 
1) Der Buchhändler Valescure ist gesonnen seine zwischen dem Hrn Hof-Pre 
diger Neuber und seinem Eckhauß gelegene drey Häuser, nebst grossen Garten, 
Hofraum, Stallung für Pferde und Kühe, zu verkauffen. Wer nun Lust 
hat solche zu kauffm, kan sich bey ihm melden. 
2) Es wollen des gewesenen Gastwirth Conrad BechtS ftel. Erben ihr Gast- 
Haus aufm Siechenhof alhier zum güldenen Löwen genant, so mit vielen 
Stallungen, Hofraum und Garten darhinter versehen ist, verkauffen, und 
sind bereits 1200 Rthlr. darauf gebotten; Wer nun ein mehrerS zu geben 
gesonnen ist, kan sich beydem Becker Mstr. Becht, am Steinwege, angeben. 
3) Es wollen die Claprotischen Erben, ihr Haus in der Mittelgasse gelegen, 
gegen dem Stockholm über, verkauffen,und feind bereits 1500 Rthlr. darauf 
gebotten. W§r nun denen zum besten ein mehreres zu biethen willens, kan sich 
bey dem Mstr. Schneider Kleyensteuber, als vorgesetzter Vormund melden. 
4) ES sind auf das Strebische Haus auf dem Brincke, zwischen Mstr. Schie 
de und der Frau Nienagclin gelegen, nunmehr» 720 Rthlr. gebotten wor 
den, wer nun den Erben zum Besten ein mehrerS zu geben willens ist, der 
kan sich bey dem Vormund Mstr. Appell melden. 
$) Auf des Hrn. DörrenS auf der Qberneustadt in der Weinberger Strasse, 
gelegene Eckbehausung und das daran stossende Gartgen sind bereits 3400 
Rthlr. gebotten worden. Wer nun ein mehreres zu geben gewillet ist, kan 
sich bey demselben melden. 
r- Es will der Gasthaller, Hr. Johann Philipp Holtzschue, seines hohen Al 
ters, und Leibes Schwachheit halber, sein berühmtes Gasthauß alhier, zur 
Resident Stadt Stockholm genannt, samt allem Zubehör und Commo- 
äitäten, wie solche in vielen vorhergehenden Zeitungen specisicirt worden, 
samtMeubles undNeben-Hauß, anden Meistbietenden verkaufen, wor 
auf 8000 Rthlr. geboten, wer ein mehrers zu geben willens, kan sich bey 
demselben angeben, auch werden sämtl. Herrn Passagier, wes Standes 
und Würden sie. auch feind, von dem zeitigen Pfachter desselben, bis zum
	        

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