Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1741/42)

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Ott lob ! eist nenes Jahr ist wieder eingetreten, 
T1 Und dieses fängtmanan mit Dancken und mit Baten , 
\ Man danckt dem höchsten (SOtt , der Jahr und Tage 
mache, 
Daß über uns sein Aug im alten Jahr gewacht. 
Mandante, wenn man POnRrieg und Rriegs Geschrey gehöret, 
Dasssolches unsre Ruh in Stadt und Land nicht störet, 
Wenn Untreu anderweres den Zwietracht Saamen säet, 
Daß solches Unkraut nicht in unsern Furchen steht. 
Und stirbt ein Ravstr-Stamm in Mannes Erben aus, 
So grünet Stamm und Zweig in unserm Zur sten-Haus. 
Will eineRävsiriri noch allzu früh erblassen, 
will Röntg, Chue-und Forst, ein Papst die Welt verlassen, 
So leben wir erfreut , weil unser Ronig lebt, 
WeilLandgraff, Fürst und Graffun- selbst zu leben strebt. 
Man danckt, wenn Theuerung so gross lTloth erwecket, 
Daß man den Secgcn noch von (bersten Broden schmecket, 
Wenn zwar der Frucht-prcrßbletbt, jedoch nicht höher steigt. 
Und sich kein Mangel noch an Brod und Nahrung zeigt. 
Man dancket vor dem FlorinRunst, Gewerb und Handel, 
Vor die Zufriedenheit in allgemeinen Wandel, 
Man danckt, daß Zucht und Recht gemeines Wohl bestellt, 
Und gute Ordnung es verbessert und erhält. 
Anbe^ will uns selbst GOtt als GOtt der Ordnung gönnen, 
Daß wir es auch zugleich demselben dancken können, 
Der uns als Landes-Zürst regiert, versorgt, beschützt, 
Und macht, daß man geniessr, was Seeland Leibe nützt. 
Drum müssen wrrzum vanck vor ihm deu Himmel bitten, 
Er wolle über ihn st lbst seinen Seegen schütten, 
Er stärck ihm Geist und Leib, so herschrstin Friedens,Sinn, 
Dem Valterland zum Heyl, und jedem zum Gewinn.
	        

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