Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1741/42)

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Haltung m drm Acker« Bau vieles ofcfcrvter, gibt über die letzt hin aufft 
geworffrne Oeconomifcfoc * Fragen sein tenümem , daß solches mehren- 
lhrttS von l en durchdringenden kalten Nordwinden, welche dielen Wenter 
durch gewehrt, herrühre. Derselbe hat in verwichenrm Jahre einen Acker mit 
Weitzen laßen säen, die hrlffte wurde 8.Tage nach Michaelis gejaet, die andere 
hrlffte aber i4.Tage vor Ehristag, was zuletzt gesärt worden, da ist guter Wrt- 
tzrn gewachsen, waSaderzu erst gesärt,da ist zwar der Weitzenaufgangen, a- 
der durch den kalren Nordwind gantz verdorben, so daß man solches hat Wer 
der Umackern und mit Gerste besten müssm, wo nun die Lage deS Landes so 
beschaffen gewesen, daß der Nordwind es nicht sonderlich tteffen können , 
da ist die Wmter-Frucht gerathen. Der Winter an undvor sich selbst dringet 
keinen schaden dm Früchten, so lange der Saame in der Erden bleibetund son 
derlich wandte Wmtrr-Felder mit Schnee bedecket sind, so erfolgt darauf 
mchrcnthesls ein Fruchtdahr Jahr, darum ist rS rin Sprichwort unter 
den Lqnd-Lruten , daß die weift Gauß wohl brütck. DerSchnee wärmet 
mchk als Stroh, daß kan man probten, wan man etwas Stroh auf das 
- torfö leget, das es noch nicht Gefroren, fällt hernach auch Schnee auf 
solches Land ehe es ansänget zu stieren, so wird der Frost viel eher durch das 
Stroh dringen als durch öknSchnee, daher gefchiehNS auch, wann ein tieffer 
§ chnee aufdaS Land fällt, da es noch nichts gefroren, so verfaulet unter dem 
chnrr das Korn, wie vor etlichen $o. Jahren geschehen ist. Schließlich 
daß die UnfElbarkrit-er Winter.Fmchke ftve herkommen von den kalten 
' 'Nord-Winden, wird auch bahn bewiesen,weilen rmgenr Winter-Saomen 
Dkwackftn ist, dann die Wmtzeln find durch dnr scharffen Wind erfrohren, 
rührrre solches dkoßvon dem kalten Winter , fo wäre eö mehrmahren geschehen. 
Cs wird aber niemand leicht erlebet haben,daß die Wmtzeln an dem Winters 
Saamm wären erfroren in der Erde, wie dlß Jahr geschehen. 
12.) Bey dem Buchjührer Herr Johann Bertram Eramerftynd folgende neue 
Bücher zu haden: i J König!. Prenffffchr Dcifactiois wrgen derer Hertzog- 
Thüwer Schkrsten, 4t04 Ggr. r.I Gespräche im Reich der todten, zwi 
schen Jhro König! Mas in Preussen Frirderich Wilhelms und ki-Kormem al 
ten Oder-Regenten in Pohlen r.siück in 4to-.A!b. z.^ äiro zwischen Alberto 
11. unt) Carolo VI. Römische Käyftr 4to x.Alb. 4^ äilv zwischen Leopol 
do 1. Römischen Käyftr und Peter l. Russischen Käyftr 4to. 8Aldus. 5.^ 
Der wahre Vsubanoder Frantz^sische/nAemeur von b.C. Sturm M4t0 mit 
Kupffrrn,2.Rrhir.8 Ggr. 6] L^alä Herrlichkeit des neuen Jerusalems 
zweyter Theil ,8vo 15 Alb. 7.Z Die Redende Thiere über Menschliche Feh 
ler und Laster l Stück in 8^o daS Stückt. A1b.6.Hlr. 
»;.) Nachdem verschiedene Liebhabers zu den vorhin gemeldeten ?.srück Topetten diel lieber sähen, daß in 
der verspielung dieser Stücken eine Aenderung getrrffen>und der i'ennio darzu befördert werde, als wird 
hierdurch betaut genmcht,daß nur 4o.Spieler verlangt werden,wovor, der höchste Wurff die -.gleiche Ta, 
»rtteu rede» 4v.Ehlen betombt>der hierauf folgende erhalt das dritte Stuck von eben desagterLröft / der
	        

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