Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1737/38)

neues?alst> pflegt die weltsehr gern zu fragen, 
was giebt es neues denn 5 so Heist es immerdar, 
Es will sich Reich und Arm mit dieser Frage tragen, 
Und wünscht man einem Glück auch zu demjneuen 
I§hr, 
So dencket mancher dann beym Schreiben, Sprech, und Singend 
was wird man Neues wohl auch itzt zu Marckte bringen? 
DieFrage möchte zwar inrhrem Werthe b5eiben, 
wenn nur die Antwort stets darauf: viel gutes ] hiesse 
Die Zeitung würde gern dabey auch gutes schreiben, 
wenn nur der Dtoffdarzu selbst seine Gü(e wiest, 
Allein der Welt-Lauffwill beym Unterscheid der Sachen 
Dengrösten Mischmasch offt vongut, und bösen machen^ 
Die Zeit , das blinde Glückpflegt man dabey zu schelten, 
Des Menschen eigner Sinn thut aber viel dabey, 
Sein Wille will und sollvor allen andern gelten, 
Das offt ein gutes Dingmcht allzeit g ultig sey, 
wer macht, daß nicht zum Schluß der Friede noch gekommen ?' 
Der seinen A nfang zwar, doch Fortgang nichtgenommen. 
Doch wir besinnen uns, dass unser Zeitungs-Schreiben 
Zwar auch dem publico, doch Police? bestimmt, 
Drum darffüns nicht die Lust auf Staats,Geschaffte treiben^ 
Ob gleich sich dft Journal dazu dir Freyheit nimmt , 
wir konten uns auch gnug,zumahl beym Handels-Wesen,. 
Menn es nur gültig war, yoritzt zum Zweck erlesen ^ 
wa-
	        

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