Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1737/38)

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Vlllj Keinem von der Herrschafft in Schutz genommenen Juden soff erlaubt 
sein auffer Lands zu Ziehen/ er habe dan seyn Abzugs-Geld erlegt, und seine Schul 
den bezahlet. 
ixj Wer obigen Ordnungen zu wieder das'gebührende Jnzugs-Bevsitzer- 
Bmger-Zunfft,AbzugS.und SrerdfalS,Gelder nicht abtragt, und dadurch der 
Herrschafft schaden zufügt, der soll eö hernach doppelt bezahlen, und darauf ohne 
Nachsicht kxe^uirr werden. 
x.] Zu Verhütung oller unterschleiffe, werden jedes ortS Beampte, Burgcmei- 
ster und Stath, Greben und Vorsteher angewiesen aus obige Falle genau zu vigili- 
ren, und so fort gehöriges Orts anzuzeigen, wann ein Fremdder einzieht, oder ein 
Einheimischer abzieht, oder jemand verstirbt /mit benennung der Personen Nah 
men unddonüirion, ob es Beysitzer oder Bürger, waSvor Hanthierung sie trei 
ben,was vor Kinder oder sonstige Erben sie haben, it. wie viel Viehe sie hinterlassen. 
Keinem Eigenthums-Hern odersonstigemEinhaber eines HauffeS in Stadt 
und Dörffem, soll ferner mehr erlaubt seyn einen Beysitzerzu sich zu nehmen, noch 
von sich abziehen oder deftn LKeÄcn verabfolgen lassen, er habe den solches mit be 
nennung der ein-und aueziibmden denen berechneten Beampten angezeigt, und 
von diesen einen permission Schein erhalten. Die alhier zur ausfertigung der 
Mieth (lonrrLÄe bkstevcte, haben auch darauff zu sehen, daß dergleichen an nie 
mand gegeben werde, von denen sienicht versichert seyn, daß sie obige prsestancU 
orMi'en können. . 
XU j Jedes ortS Prediger soll alle Quarta! an die Land-Tantztley archero 
schicken, was vor Personen dtt zeit über Copulirr, oder Begraben, item welch* ein* 
oder abgezogen seyn. 
xm] Jnglrichen sollen dieselbe, wie auch die Beampten niemand beym Gbe* 
Versprechen prvrocoHiren,vitlwknigrr<^opuliren,eShabe dann die Person daS 
Einzugs,oder Beysitzer auch pro re nata das Bürger und Zunfft-Geld bezahlt, und 
drSfals einenglaubhafften Schein prockuoir«. - 
xlv.^l Die -züvocati Fisci haben bey abhörung der Vormundsschaffts-Rech 
nungen und sonsten acht zu geben auff die ErbschafftS ponionen, welche ausser 
Landes gehen, und anderes Vermögen, so dem Abzug unterworffen, auch dabey zu 
besorgen,daß die Herrschasstdeßfalsnichtverkürtzetwerde. Zu dem ende siemit 
denen Beampten fleiffig zn communiciren-und^uarralüer an die Renth>Cammer 
ihren Bericht abzustatten haben. 
xv J Ein jeder Miterbe,iuror oder Curator soll ohngesäumt anzeigen, was er 
vor frembde Miterben habe,und nichts vondrr Erbschoffr ohm AbzugS-Gekd oder 
befteyungS Schein auffer Lande ausfolgen lassen, wiedrigmfalS sie davor reipon- 
fabel seyn sollen , udd die darauff gesetzte Sttaffeex proprüs zahlen, 
xvi.] So baldjcmand an denen orten, wo des besten Haupts oder Kieydungs 
A r r thaiüi-
	        

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