Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1733/34)

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Flecken undDorff,von einer Kirmesse, wann Spiel-Leute dabey gehalten wer 
den , jedesmahl nach Proportion der Einwohner, worunter die alte Leute, Wit- 
riben und Auszüger nicht mitgerechnet werden, zahlen soll, wir folget: 
Ein Dorff von 5. bis ro.Mann, 5. Aldus 4.hlr. 
- von io.hjSLO. 8 . Gute Groschen. 
- von 20. bisjo. ein Gulden. 
$ von 50. bis 40. 26. Aldus 8. hlr. 
- von 40. bis 50. ein Rthlr. 
- von 50. bis 75. zwey Gulden. 
* von 75. bis ico zwey Rthlr. 
s von ICO. bis If0. drey Rthlr. 
> t von 150. bis 20V. drey und ein Halden Rthlr. 
Welche aber über 200. starck ftynd, geben 4. Rthlr. Das tzuanram wird 
* 4 « Tagen nach der Kirmesse an den zeitigen Condirectoren des Zucht-HauseS 
geliefert. 
AuffSchenck-Hochzeiten, wo gedantzet wird, zahlt jeder Tisch 8- Aldus, 
die Juden geben überhaupt ein Rthlr. aber keine Schenck-Hochzeiten sey?-, 
unddoch gedantzet wird, soll ein jederfü.nehmcn und geringemîStands nach 
Vermögen zum Zucht-Haus etwas beytragen, welches in Cassel derZuchc- 
Haus-cslllrer mit einer Büchse sammlet ; In andern Städten und Dölffern 
aber sorgt dafür dcrRechnungS-führendeBeambte. 
Ein jeder Wirth, welcher Weinkund Bierverz^pfft, und Spiel-Leute hält, 
der zahlt zu diesem Fond Jährlich in Cassel, Marburg , Schmalkalden, 
Sschwegen, rc. 1. Rthlr. in mittlern Städte als Hom u g, Hersseld, Allen- 
dorff, Ziegenhayn i. Gulden, in den übrigen Städten und Dörffern aber 
K. halben Gulden. 
Von einem Spiel-Karten wird über den vorigen Licem zu diesem Behuss 
noch i. Ggrosche gegeben. 
v Sachen / so in 1mb um (Laffel zu verkauffen seyn. 
r.) Auff daS Meysebuchische Haus an der Druffel-Gasse Ecke seynd nunmehr 
ro4fvv.Rthlr.gebotten worden. Wer ein mehrerS zu geben gewillet, der kan 
sich beym Herrn Raht Schmincken melden. 
2. ) Des Brau-Knechts Martin Geritz Behausung beym Toden-Thor hinter 
denen Casemeo gelegen , soll verkaufft werden ; Wer darzu Lust hat, kan 
sich bey dem Raschmacher in der Neustadt Meister Philipp Wilhelm am 
geben. 
3. ) Jemand will seine in der untersten Marckt- Gaffen habende Behausung, 
wobey zwey Hinter-Häuser nebst übrigem Raum und Pferde-Ställen, so 
fur.tlnerr.KMmarirr oderkàr sehr nützlich, verlausten.; Desgleichen 
4.)Zli
        

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