Full text: Casselische Polizey- und Commerzien-Zeitung (1733/34)

t CttIdicten de Anno 171211715.1^18. iyr8. sondern es Wttdetl de novo alle 
untüchtige kupfferne und geringschätzige Silber-Müntz, alsGtadc Brrnische, 
Zürcher, Zugger, Lucerner, Freydurger, Genfer, Neu-Llrareier, Unrer- 
walder, BischöfflicherSinier, Bijchöfflicher undStadt Baselischrr ro.und 
io. Kreutzer Stücke, Item Bernische und 8. Gallische 6. Kreutzer und Gro 
schen, wir auch alle Schweitzerische, Heldensieimsche, S.Gallische, Bischöffk. 
Curische, Ravensburger, Gtifft Baseler, Freyburger, Lucerner rc. halbe Ba 
tzen, zwey Kreutzer und 5. Pfennig Gtücker, weniger nicht die geringhaltige 
2:4.6. und 8. Brandenbmgische und dergleichen Pfennig Gtücker gantzlich 
verdotten, und sollen im Handel und Wandel vieiwenigrr bey einigen Cafe» 
ferner angenommen werden. 
II. Sollen die Kopffstücker hinfüro um s.Ggschen, die halbe dito dritthal- 
bm Ggschen, die drey Bätzner z.Ggschen, die drey Petermängens-stücke ein 
Ggschen 4.Hetter, die Batzen ein guten Groschen gelten. Wer es höher an 
nimmt oder ausgibt, es sepe Christ oder Jud, der wird nicht nurumdieAuS- 
gadmnd Einnahm Summa gestrafft, sondern soll auch das Alterum tamum 
dem Fisco erlegen. 
III. Alle Beampten und Geld-Einnehmer, welche sich unterstehen obige de- 
vrlvirte Geld-Sorren an Jemand für voll auszugeben, dicsilbige sollen dieser 
Gumma nicht allein verlustig, sondern selbige noch einmahl auff geziemende 
Art zu erlegen gehalten, dabey auch ihres Dienstes entlasten seyn. 
I V. Wer entdeckt, daß ein Gewinnsüchtiger obige verruffene und devalvirte 
Müntz-Sorren ins Land bringt, derselbe hat Du gange angezeigte Summa zu 
gewärtigen, die Juden werden hierüber mir der lulligatiönund Landes-Vrc- 
weisung, die Christen aber mit dem Zucht-Haus oder Opere publica gestrafft. 
V. Louis d’Or toerfrn hoher nicht als für x. Thlr. wemgerr.Ggschen bey de 
nen Herrschafft ichen Cassen angenommen und ausgegeben. 
VI. Innerhalb drey Monat soll zwar das Batzen-Geld noch für voll gel 
ten, es hat aber inzwischen Jeder dahin zusehen,daß er sich desselben mtlästige, 
weil es nach dieser Zeit nicht anders als nach obigem Satz soll angenommen 
und ausgegeben werden. 
vH. Die aber mit denen Paderbsrm'schen, Maldeckifchm, Cölnischen, 
Mapntzischen, Darmstadrischen, Fuldischm, Meinungischm, Eysinachi- 
fchen Handel und Wandel treiben/ die können zwar das Batzen,Geld, wann 
sie wollen, für voll annehmen, Item die Wirthe,Fuhrleute oder diejenige so 
dergleichen Sorten ausser Land an Zinsen zugemessen haben, aber im Land soll 
es nicht anders als m ch vorgedachten Fuß gelten. Wobey doch ausge 
nommen werden die HandclS-Leute, Cramer, Hcmdwercker und Juden, wel 
che es willig für voll annehmen/und wieder ausser Land zu.debirren Geiwm- 
heit haben. 11.0-
        

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