Full text: Das Lied von Hildebrand und Hadubrand und das Weißenbrunner Gebet

C 21 ) 
Der Dat. saßt sich wohl rechtfertigen, es kann heißen: man festet mir, vincftur 
niilii) oder m, f. m i ch (viueiuvt me.) 
Z. 46. fnasat chind, nahverwandtes eigenes Kind, wiewohl Kind auch allgemeiner 
Held und Mann bedeutet, hier doch eigentlich für Sohn, für einen weiteren Ver 
wandten würde es nicht gebraucht werden. Ulf. fves, eigen, heimisch, swäsne mag, 
fimti, proprium cognatum et filium, Otf. suasdom, famiiia^ gisuaso, kanriliares. 
Tat. snafon, hufnafon, dontestiei, gl. doc. gisttasi familiaritatis, symb. 257, flia- 
sen, rg2. huSkifnafo, 207. suaöliho. Daher Geschwister, Gisnester, Schwester. Daulhi 
Atla ^t. bnri snasa filios proprios ) Gudr. £}. III. 7. svafa bröthr wiewohl im ist. 
svaS auch du'eis heißt, a. s. fwäs, Cädm. g6, 16. swäfum and gestbbnm, propriis 
et cognatis > obschon fippan nach Z. 26. oben auch auf nähere Verwandtschaft ge 
hen -kann, oder wollte sich Hiidebrand vorerst nur allgerneiner ansdrücken? Wiar- 
das Ableitung des fn es von Nähe (Afegab. rr6. Zkch) kann mit dem später so üb 
lichen Gegensatz von freutd und heimlich, von Gästen und heimelichen (domesNeis, 
heim, domns) verglichen und bestätigt werden. 
Z. 47 bret 0 n , breiten , dahinbreiten, Hinstrecken, tödten. a. s. brädan , bredan, strin- 
gere , brädon, straverunt, Astgabuch brida, gnälen , zucken, hin und her bewegen, 
isl. bretta, koreprere, r<flectere, (Helga qnida 2. XXII. brettir sinn Hrimgerthr 
hala.) — b iii das Beil, a. s. bill, bil. —* fi Dänin, isl. a t bana, bani, Töd- 
ter und Tod. a. s. bana, C. h. bano, Mörder, fries. bona, Ulf. bani, Wunde, Tod? 
teSwnnde. 
Z. 48. a 0 dlihho, leichtlich , gl. rbab. 0,62. aoblid) , a. s. eathelice. das ist. auch - in 
vielen Compof — ellen Starke, E. h. gr. a. 8. 128. ellen guod. Ecc. und R. thei- 
len ellenta ab, und erklären oc durch wuchs, nicht ganz genau, da ankan, 
anchou, auka, erau, irau, yran überall von wahsiau, wachson, vaxa, wearan un 
terschieden werden , doch sind beide Wörter ursprünglich eins (angere und augeii) 
das Imp. a. s. erte, ycte, ist aukadi und iok, E. h. oran, gravi/la^ ist. ankin. 
Allein ellenta ist schwer zu vertheidigen, -das Mspt. trennt taor genau ab, wel 
ches die neutrale Form des Imp. oder Präs. Conj. taor statt taota, taugte ist. Wil- 
leram hat tankan, Otf. tongen, Imp. dohta, a. st dugan, ist. dnga, Imp. dpgdi; 
oder man lese ellent (das sich sonst noch findet) und lasse aor, Ulf. aiauk dasselbe 
bedeuten, was oc allein, welches, da es zu der Mundart des Fragm. paßt, und 
mit aodlicho trefflich zufammenstimmt, den Vorzug zn verdienen scheint. 
Z. 49. heremo man, Abl. von hehr, edel, ansehnlich, st oben Z. 6. und vergl. Rother 
1616; 3493 / 5 o 84 * her man und Here man. 
3 - 5o. bi hra Hanen, beim Leichnam, E. h. hreu , hreo, a. f. hreaw , hrawa. In den 
Lombard. Gef. rhairaub, spoliatio boruinis mortui. Parr. reronp 1414r. 14176. 
( 3 sI den fpätern Liedern sagt Alebrand noch ausdrücklich: er wolle ihm Harnisch, 
Pferd oder Schild abnehmen.) Später detusch: re Mast. Parcif. 3174, und hfg. im 
5
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.