Full text: ProfilBildung

ist aber auch die inzwischen Weltrang besitzende Braun Mel- 
sungen AG. Aus solchen Entwicklungen läßt sich auch der 
regionale Bedarf nach hochqualifizierten Arbeitskräften 
abschätzen. Man kann auch sagen, daß die Firmen wegen 
der Nichtverfügbarkeit hochqualifizierten Forschungsperso- 
nals in der Region Nordhessen dies als Standortnachteil ansa- 
hen und auf die Gründung bzw. Verlegung forschungs- und 
entwicklungsintensiver Bereiche oder Firmen verzichteten. 
Arbeitsmarktg mit hoher Arbeitslosenquote 
Immer lag und noch heute liegt die Arbeitslosenquote in der 
Region Nordhessen über der durchschnittlichen Qyote des 
Landes Hessen, am höchsten ist sie im Stadtgebiet Kassel. 
Regionale Bildungschancen 
Die regionalen Bildungschancen für höhere Bildung für die 
Bevölkerung Nordhessens waren gegenüber den Ballungs- 
regionen in Süd- und Mittelhessen - nimmt man als Indika- 
tor die Anzahl der Studienplätze pro Einwohner - immer 
weitaus geringer. Noch heute (nach der Gründung der GhK 
vor 25 Jahren und auch nach einem bemerkenswerten Aus- 
bau derselben) liegt der Anteil der in Nordhessen bereitge- 
stellten Studienplätze immer noch weit unter dem entspre- 
chenden ZO-Prozent-Anteil der nordhessichen Bevölkerung 
an der Einwohnerzahl Hessens. Der Präsident der GhK - 
nimmt häufig die Gelegenheit wahr, dies öffentlich zu argu- 
mentierenw. Vornehmlich dieses Argument war und ist es 
aber, das der Errichtung der Kasseler Gesarnthochschule Vor- 
schub leistete und nach ihrem weiteren Ausbau verlangt. 
Nordhessische Abiturienten verließen in Scharen die Region, 
um an Hochschulen in anderen Landesteilen zu studieren 
und kamen häufig - auch wegen der eingeschränkten Arbeits- 
marktchancen - nicht wieder in ihre Heimat zurück, dies 
kann bildungsökonomisch als ein unerwünschter ,Brain 
drain' angesehen werden. 
Medizinische Versorgung 
Die medizinische Versorgung in Spezialbereichen ließ und 
läßt auch in Nordhessen noch zu wünschen übrig, wie am 
Beispiel der Herzchirurgie diskutiert wurde, die aus regio- 
nalpolitischen Erwägungen in eine noch mehr benachteiligte
	        

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