Full text: ProfilBildung

länderanteil von 8,3 Prozent liegt ein Prozent 
über dem Bundesdurchschnitt. 
Auch in internationalen Programmen des 
Studentenaustauschs ist die GhK stark enga- 
giert. Die Beteiligung an 30 Hochschulko- 
operationsprogrammen (d.h. Netzwerken 
primär zur Unterstützung temporärer Studienaufenthalte im 
Ausland) im Rahmen des ERASMUS-Programms der 
Europäischen Union ist ein beredtes Beispiel dafür. 
Es hat Bereiche gegeben, in denen die GhK seit langem 
besonders stark international orientiert war. Ein großer Teil 
der agrarwissenschaftlichen Studienprogramme ist auf die 
Landwirtschaft in Entwicklungsländern konzentriert. Viele 
Studierende der Ingenieurwissenschaften kommen aus dem 
Ausland. In den fremdsprachigen Philologien gehört der enge 
Kontakt mit den dort angesprochenen Ländern und Kultu- 
ren dazu. Bemerkenswert ist, daß mittlerweile in fast allen 
Bereichen die internationale Kooperation zunimmt. Jeder 
Versuch, hier Besonderheiten aufzuzeigen, würde nur zu einer 
unnötigen Herabsetzung der vielen anderen Aktivitäten 
führen, die in eine solche selektive Auflistung nicht einbe- 
zogen wären. 
Es wäre jedoch übertrieben, die GhK als ganze als eine 
Hochschule mit besonders ausgeprägter internationaler 
Kommunikation und Kooperation zu bezeichnen. Der über- 
durchschnittliche Anteil ausländischer Studierender fällt ihr 
 
gewissermaßen durch die Fächer- und Studiengangstruktur" 
zu. Die Beteiligung an ERASMUS-Netzwerken ist für eine 
Hochschule dieser Größenordnung nicht ungewöhnlich. 
Dieser Tatbestand einer in dieser Hinsicht eher durch- 
schnittlichen Internationalität der GhK kann nicht überra- 
schen. Manche Hochschulen, die in den letzten zwei bis drei 
Jahrzehnten gegründet wurden, sehen einen besonderen Auf- 
trag in Leistungen für die sie umgebende Region. Dazu gehört 
auch die Gesamthochschule Kassel - nicht zuletzt, weil sie 
Leistungen der Universität, der Fachhochschule und der 
Kunsthochschule miteinander verknüpft. Hinzu kommt, daß 
gerade in Fragen der internationalen Kooperation die alten 
Universitäten mit langer Forschungstradition einen Vorteil 
haben, den junge Institutionen nicht so schnell ausgleichen 
können.
	        

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