Full text: ProfilBildung

bei anderen Besonderheiten der GhK stehen auch hier Innen- 
und Außenwahrnehmung bisweilen in einem bemerkens- 
werten Kontrast. 
Manche der Einrichtungen für fachübergreifende For- 
schung sind darauf zurückzuführen, daß die Fachbereichs- 
gliederung der GhK stark studiengangorientiert erfolgt ist 
und sich daher Angehörige derselben Disziplin je nach Lehr- 
obliegenheiten in verschiedenen F achbereichen finden. Um 
ihnen längerfristige Kooperation in der Forschung zu ermög- 
lichen, waren deshalb fachbereichsübergreifende Strukturen 
nötig. Für die Mehrzahl der Wissenschaftlichen Zentren und 
Interdisziplinären Arbeitsgruppen gelten diese Gründe jedoch 
nicht allein. Zahl und Geschichte dieser Einrichtungen kön- 
nen deshalb als Indiz dafür gelten, wie stark das Interesse an 
fachübergreifender Forschung und Diskussion an der GhK 
war und nach wie vor ist und als wie erneuerungsfähig es 
sich über bald 20_]ahre erwiesen hat - ein Gesichtspunkt, auf 
den im Zusammenhang ihres inhaltlichen Forschungsprofils 
noch einmal zurückzukommen ist. Wissenschaftliche Zen- 
tren und Interdisziplinäre Arbeitsgruppen werden nämlich 
grundsätzlich nur befristet eingerichtet - in der Regel für vier 
Jahre, jeweils mit der Möglichkeit der Verlängerung. Beide 
müssen sich also in regelmäßigen Abständen rechtfertigen 
und erreichen ihr natürliches Ende, wenn überzeugende 
Gründe für ihre Weiterführung nicht mehr erkennbar sind. 
Tatsächlich sind manche Interdisziplinären Arbeitsgruppen 
nach einer Laufzeit von zwei bis zehnjahren eingestellt wor- 
den. Die Mehrzahl hat sich jedoch als erstaunlich langlebig 
erwiesen. Die IAG Philosophische Grundlagenprobleme und 
die ASG bestehen seit 1978, die IAG Grundschulpädagogik 
seit 1983, die IAG Nationalsozialismus seit 1985, die IAG 
Frauenforschung seit 1987. 
Erst recht gilt dies für die Wissenschaftlichen Zentren: 
das WZ I und das WZ II wurden 1978 eingerichtet, das WZ 
III 1987. Allerdings haben sie alle im Laufe der Zeit mehr 
oder minder große Veränderungen durchgemacht. Am wenig- 
sten das WZ I; dank großer personeller Kontinuität hat sich 
sein Arbeitsbereich zwar erweitert, aber nicht grundlegend 
verändert. Er umfaßt die Entwicklung des Hochschulwesens 
(insbesondere Struktur, Organisation, Studium und Perso- 
nen in der Hochschule), das Verhältnis von Hochschule, Staat
	        

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