Full text: ProfilBildung

mit der Biokybernetik und Neuroinformatik der Universität 
Bielefeld und die Robotik der TU München. In diesem 
Zusammenhang kooperierte innerhalb der GhK die Neuro- 
biologie mit der Mathematikllnformatik. Als Beispiel für 
Außenwirkung in der Kombination von Forschung und Leh- 
re ist ein angedachtes Graduiertenkolleg zu nennen. 
Mit der Wiederbesetzung der Professur für Pflanzen- 
physiologie und der bevorstehenden Neubesetzung der Öko- 
logie-Professur hat die dritte Phase in der Biologie zaghaft 
begonnen. Die nächsten Stellen stehen erst imjahre 2000 zur 
Wiederbesetzung an. 
Da das Fach Biologie für die Lehrerausbildung an der 
GhK von Anfang an eine wichtige Rolle spielte, befürchte- 
ten Kritiker, daß mit der Einführung des Biologie-Diplom- 
studiengangs die Lehrerstudenten vernachlässigt werden 
könnten. Dies erwies sich in zweifacher Weise als Irrtum. 
Die Erfahrung deutet auf positive Wechselwirkungen hin. 
Zunächst kam es bei Lehramtsstudierenden zu einer stärke- 
ren fachwissenschaftlichen Zuwendung, was durch gemein- 
same Lehrveranstaltungen ermöglicht wird. Inzwischen sind 
sogar viele Lehramtsstudierende für Diplomstudierende zu 
einer Art Vorbild geworden, weil sie nicht nur das Fach Bio- 
logie beherrschen, sondern gleichermaßen auch in ihren ande- 
ren Fächern Leistung zeigen. Auf die Kombination des Fach- 
bereichs Biologie! Chemie als „Zwangsehe" wurde oben 
bereits hingewiesen. Konflikte auf Grund divergierender 
Fachinteressen traten eigentlich nur vereinzelt auf. Dabei 
wurde aber auch schon einmal von Scheidung gesprochen. 
Im Alltag der Fachbereichsratskonferenzen standen jedoch 
bei vielen Entscheidungen und Problemlösungen der Biolo- 
gen die Chemiker den Biologen hilfreich zur Seite und vice 
versa. Auch in der Planung und Durchführung der Lehr- 
amtsstudiengänge gab es durch die empfohlene Schulfächer- 
kombination Biologie und Chemie eher Gemeinsamkeiten als 
Gegensätze. 
Chemie 
Das Problemfach in bezug auf den Ausbau der Naturwis- 
senschaften war und ist nach wie vor die Chemie. Die drei 
Kerngebiete Anorganische Chemie, Organische Chemie und 
Physikalische Chemie sind zwar bereits Mitte der siebziger
	        

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