Full text: ProfilBildung

 
durch zahlreiche eigenständige Studiengänge mit jeweils eige- 
nem Profil, vor allem bei den Lehrämtern aber auch im 
Servicebereich, wie kein anderer Fachbereich an Lehrver- 
pflichtungen gebunden, die eine personelle Konzentration 
außerordentlich erschweren. 
Trotzdem bemüht sich der Fachbereich Mathematik! 
Informatik gegenwärtig, mit einem neuen Strukturplan den 
Gordischen Knoten zu durchschlagen. Durch Umwandlung 
von ca. sechs freiwerdenden Professuren in Qualifikations- 
stellen für wissenschaftliche Bedienstete, durch gemeinsame 
Beteiligung aller Fachmathematiker an der Ingenieurausbil- 
dung, erleichtert durch eine räumliche Zusammenführung 
und Konzentration der Lehrveranstaltungen, durch Schwer- 
punktbildung im Bereich der computerorientierten Mathe- 
matik (diskrete Mathematik, experimentelle Mathematik) 
und durch Öffnung der Informatik zu den Fachinformatiken 
hin soll der Fachbereich Mathematik! Informatik bis zum 
Jahre 2005 eine neue Struktur erhalten. Der Weg dahin, an 
dessen Ende der Fachbereich Mathematikllnformatik nur 
noch sechzehn Professuren, aber sechsundzwanzig wissen- 
schaftliche Mitarbeiter haben könnte, muß als eine Herku- 
lesaufgabe angesehen werden, die ohne eine entsprechende 
Unterstützung durch das Wissenschaftsministerium und den 
Präsidenten der Hochschule nicht geleistet werden kann. 
Das größte Problem ist dabei der Verlust an Lehrkapa- 
zität, der durch die Umwandlung einer Hochschullehrerstelle 
in eine Qualifikationsstelle entsteht. Die Lehrkapazität des 
F achbereichs wird schon jetzt bis zum äußersten ausgenutzt. 
Die rechnerischen Studentenzahlen geben dabei kein zutref- 
fendes Bild, da der Fachbereich auch mehrere, zahlenmäßig 
kleine Studiengänge - eigene wie im Service-Bereich - mit 
Spezialveranstaltungen bedienen muß, die bei den auf die 
Hörerzahlen bezogenen Kapazitätsberechnungen kaum zu 
Buche schlagen. 
Dabei könnte es für das Ministerium eine Verlockung 
sein, den Studiengang Diplommathematik angesichts seiner 
verhältnismäßig niedrigen Studentenzahlen zu streichen. Das 
wäre allerdings das Ende einer lebendigen Mathematik an 
unserer Hochschule, weil der wissenschaftliche Nachwuchs 
im Fach Mathematik fast ausschließlich aus diesem Studien- 
gang kommt. Außerdem wäre der Fachbereich nicht mehr
	        

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