Full text: ProfilBildung

 
 
Hochschule und von seiten des Landes und des Bundes über 
das Hochschul-Bau-Förderungs-Gesetz (HBFG) große An- 
strengungen unternommen, die apparative Ausrüstung aui 
den neuesten Stand zu bringen. Diese Aktivitäten wurden 
intensiviert, als sich ein Teil der Physiker und ein Teil der 
Elektrotechniker in einer Interdisziplinären Arbeitsgruppe 
Mikroelektronik zusammenfanden, die rr1it Landesmitteln 
Geräte über das normalerweise Mögliche hinaus beschaffen 
konnte. Die kürzlich erfolgte Berufung „Technische Elek- 
tronik" in den Fachbereich Elektrotechnik verankerte diese 
Gruppe dort zusätzlich. Schwerpunktmäßig auf den Arbeits- 
gebieten der Professuren „Technische Physik" und „Techni- 
sche Elektronik" wurde das Institut für Mikroelektronik und 
Analytik (IMA) gegründet, das im Rahmen der Baumaß- 
nahmen am AVZ derzeit auch einen Neubau erhält. In bei- 
nahe der gleichen Zusammensetzung wie der der Interdiszi- 
plinären Arbeitsgruppe gelang es darüber hinaus, 1995 ein 
Graduiertenkolleg mit diesem Thema von der Deutsche For- 
schungsgemeinschaft bewilligt zu bekommen. Eine derartige 
Schwerpunktbildung und, damit verbunden, natürlich auch 
eine inhaltliche Beschränkung, entspricht dem Selbstver- 
ständnis der Physik als Forschungsdisziplin: Die Physik is1 
eine exakte Grundlagenwissenschaft, deren Ziel es ist, alle 
Phänomene der unbelebten Welt um uns in möglichst kom- 
primierter einheitlicher Weise darzustellen. Dies kulminierl 
in der Reduktion auf nur vier grundlegende Wechselwir- 
kungen. Aus dieser Sicht ist es dann auch nicht mehr so wich- 
tig, auf welchem Gebiet der Physik die Studierenden ihre 
Vertiefung erhalten, da im Rahmen der Ausbildung der theo- 
retische Überbau in jedem Falle vermittelt wird und die expe- 
rimentellen Methoden grundsätzlich exemplarisch gelehrt 
werden. Oft werden deshalb die Physiker später im Beruf als 
„Generalisten" eingesetzt, die oft sehr schnell aus dem eigent- 
lichen Gebiet der Physik „ausscheren" und ihre Kompeten- 
zen anderweitig einsetzen. 
Der Fachbereich Physik ist klein und homogen: ZWCI 
Eigenschaften, die vieles erleichtern. Es gibt deshalb nur 
wenige, meist sehr kurze Fachbereichsratssitzungen. Darüber 
hinaus ermöglicht der Verzicht auf jedweden zusätzlicher 
Ausschuß innerhalb des F achbereiches unbürokratische und 
schnelle Entscheidungsfindungen.
	        

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