Full text: ProfilBildung

im Rückblick Situationen herauszustellen, die Entwicklun- 
gen nachhaltig beeinflußt haben. 
Neben den Gemeinsamkeiten in der Struktur des Studi- 
ums der Ingenieur-Fachbereiche und ihren Auswirkungen 
wird daher auf Besonderheiten der Ausbildung, auf For- 
schungsaktivitäten und auf Tendenzen der weiteren Entwick- 
lung eingegangen, die zum Bild der Technikwissenschaften 
in der GhK beitragen und die Randbedingungen und 
Freiräume zur weiteren Gestaltung des Bereichs aufzeigen. 
Struktur und Potential der Ingenieur-Studiengänge 
Das weitgefächerte Studienangebot der GhK - von der Kunst 
über das Sozialwesen, die Wirtschafts- und Naturwissen- 
schaften, den Ingenieurbereich bis hin zu den Agrar- und 
Magisterstudien - hat auch eine entsprechende Typenvielfalt 
in den Studiengängen entstehen lassen, die sich meist an der 
jeweiligen Ausrichtung der traditionellen Strukturen orien- 
tiert. Bei den Ingenieurwissenschaften, zu deren Kern in Kas- 
sel die Fachbereiche Maschinenbau, Elektrotechnik, Bauin- 
genieurwesen und Architektur gezählt werden, ist ein anderer 
Weg beschritten worden. Mitgegangen sind auch einige wei- 
tere Disziplinen, wie z.B. der größte Fachbereich der GhK, 
die Wirtschaftswissenschaften. Abweichend von üblichen 
Strukturen an Technischen Hochschulen und Universitäten 
und auch abweichend vom sogenannten Y-Modell der 
Gesamthochschulen in Nordrhein-Westfalen wurden diese 
Studiengänge, wie in angelsächsischen Ländern üblich, in 
zwei Phasen - ähnlich dem Bachelor und Master degree - 
gegliedert, die aufeinander aufbauen und jeweils zu einem 
berufsqualifizierenden Diplom-Abschluß führen. Eingebun- 
den ist mindestens ein „Berufspraktischcs Semester" in der 
Wirtschaft. Das Diplom I wird, obwohl das Studium durch- 
gehend wissenschaftlich strukturiert ist, offiziell nur als Fach- 
hochschulabschluß anerkannt, während das Diplom II dem 
üblichen universitären Abschluß entspricht und auch die Pro- 
motionsberechtigung umfaßt. Zur zweiten Stufe dieser 
„gestuften Studiengänge" haben nach einer zusätzlichen Qua- 
lifikationsphase auch Fachhochschulabsolventen Zugang. 
Aus der Integration von Fächern, die andernorts entweder 
von Fachhochschulen oder von Universitäten bzw. Techni- 
schen Hochschulen angeboten werden, in ein konsekutives
	        

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