Full text: ProfilBildung

2002". Wir machten damals zwei strukturelle Probleme zum 
Ausgangspunkt einer neuen Planung: 
„Das Fächer- und Studiengangsspektrum der GhK ist für 
eine Hochschule mit 9.000 Studienplätzen ungewöhnlich 
breit. Dies ist, für sich genommen, gewiß als Vorzug zu 
betrachten. Es hat jedoch unterkritische Größenordnun- 
gen zur F olge." 
,Je näher die Hochschule ihrem personellen Ausbauziel 
kommt und je stärker der hierzu noch erforderliche Stel- 
lenzuwachs den Ingenieur- und Naturwissenschaften 
zugute kommt, desto schärfer zeichnet sich die Unmög- 
lichkeit ab, überkommene Ausstattungslücken in den übri- 
gen Fachbereichen zu schließen." 
„GhK 2002" sah die Problemlösung in dem weiteren Aus- 
bau der GhK auf 12.000 Studienplätze bei Beibehaltung ihres 
Spektrums an Fächern und Studiengängen. Die Hochschul- 
strukturkommission des Landes Hessen, die in den Jahren 
1993 bis 1995 die GhK mit den anderen hessischen Hoch- 
schulen auf den Prüfstand stellte, kam zur gleichen Diagnose, 
empfahl aber eine andere Therapie: „An der Gesarnthoch- 
schule Kassel ist ein sehr breites Spektrum von Fächern ver- 
treten (in der Breite vergleichbar dem der Universität Frank- 
furt, wenngleich mit teilweise anderen Komponenten), die 
zum Teil eine-sehr schmale Ausstattung besitzen und auch 
eine sukzessive Konsolidierung in ihrer Gesamtheit kaum 
zulassen. Selbst wenn die hierfür notwendigen Ressourcen 
mobilisiert werden könnten, würde bei einem Ausbau, der 
überall die überregionale Konkurrenzfähigkeit zum Maßstab 
hat, eine außerordentlich große Hochschule entstehen, wofür 
keine politischen Entscheidungen absehbar sind." (Hessisches 
Ministerium für Wissenschaft und Kunst (Hg.): Autonomie 
und Verantwortung - Hochschulreform unter schwierigen 
Bedingungen. Bericht der Hochschulstrukturkommission des 
Landes Hessen. Frankfurt: Campus 1995, S. 283.) 
Was die Hochschulstrukturkommission 1994 vermutete, 
ist heute Realität: Das Land Hessen ist dabei, angesichts sei- 
nes überproportionalen Beitrages zur Hochschulausbildung 
in der Bundesrepublik die Zahl der Studienplätze im Lande 
zu reduzieren, nicht aber auszubauen. Selbst die wenigen, 
15 
25 Jahre GhK
	        

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