Full text: Gudensberg

(J 1 LJ 
zu füttern. Dickwurz und anderes Futter wurde angebaut, das die Tagelöhnerfrau bin 
zum Jahre 1920 in der "Kötze, nach Hause trug. Die Ziegen belohnten diese Fütte 
rung mit Milch. Die Tiere lieferten auch den Mist zum Düngen für Feld und Garten 
Jauche wurde im Sommer aufs Feld und im Winter auf das Gartenland gefahren. Oft 
mals wurde der Dünger in Eimern mit Hilfe eines Jochs in den Garten getragen. Be 
dieser Arbeit wurden die langen Röcke "gescherztl, d.h. mittels eines Riemens um die 
Taille kurz gezogen. 
Die Kinder waren verantwortlich für ein paar Kaninchen, so konnte die Familie aucl 
ab und an Fleisch essen. Für Rind- oder Schweinebraten fehlte das Geld. Die Mutte 
hatte Mühe und Not, sechs bis acht "hungrige Mäuler' satt zu bekommen. Die Väte 
Abb. 41: 
Arbeiterfrau mit ihren Kindern 
im Jahre 1915 in der SYrhlnßstraße
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.