Full text: Gudensberg

Abb. 94: Stadtkämmerer Julius Dott beim Besuch der Burgruine in Gudensberg um die 
Jahrhundertwende 
magazin diente. Möglicherweise hat an der südwestlichen Ecke der Burg noch ein 
weiteres Gebäude gestanden. Auch bezeugen Rentereirechnungen aus der Mitte des 
15. Jahrhundert, daß es ein Backhaus und ein Brauhaus gegeben haben muß, denn es 
ist die Rede von areiffe an fuderige Fasse u]? der Borgv. Weiterhin sind ein Kuhstall, 
ein Saustall und ein Schafstall urkundlich belegt. Man war hier also bestens aus- 
gerüstet und versorgt. 
Ihre Freizeit verbrachten die Landgrafen nicht wie wir mit dem Besuch einer Ruine, 
sondern hauptsächlich damit, auf die Jagd zu gehen. S0 ist von großen Jagden in den 
hiesigen Wäldern berichtet. Die Herren verließen - wenn es die Zeit erlaubte - für 
einige Tage ihre 'Geschäfte', quartierten sich in der Obernburg ein und frönten ihrer 
Leidenschaft in den Wäldern um Gudensberg. S0 verbrachte Landgraf Wilhelm der 
Mittlere im Jahre 1488 drei Tage auf der Obernburg, um auf Hasenjagd zu gehen. Im 
Jahr darauf jagte er Schweine und Bären, die es zur damaligen Zeit im Langenberger 
Wald noch gab. 
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