Full text: Gesamthochschule Kassel 1971 - 1981

sourcen eine starke Konzentration der Mittel notwendig ist; auf der an- 
deren Seite werden aber gerade an dieser Institution die Ressourcen- 
knappheit und die Mängel der Forschung zur Sicherung der Ausbildungs- 
qualität in manchen Fächern so stark sichtbar, daß sich bei Einzelent- 
Scheidungen immer wieder ein Stopfen von Löchern statt einer Konzen- 
tration aufdrängt. Schließlich ist es verständlich, daß auch eine gewis- 
se Vorsicht beim Aufbau neuer thematischer und organisatorischer Ak- 
zentsetzungen der Forschung waltet. 
Deshalb kann man angesichts dieser Schwierigkeiten die forschungspla- 
nerischen Akzentsetzungen in den Jahren 1975-78 als durchaus beacht- 
lich bewerten. Problematisch war eher, ob die eingeschlagene Richtung 
fortgesetzt oder konsolidiert würde. 
Forschung um 1980 - Konsolidierung der Akzentsetzungen oder das En- 
de der Forschungsplanung? 
In den ersten beiden Rechenschaftsberichten des Präsidenten der Ge- 
samthochschule Kassel - sie bezogen sich auf 1972-1977 bzw. 1977- 
1978 - gab es besondere Kapitel über "Forschung an der Gesamthoch- 
schule" bzw. "Forschung und künstlerische Entwicklung". Im dritten 
Rechenschaftsbericht - für l979fl98o 12 - wird Forschung zwar in 
übergreifenden Kapiteln bzw. Abschnitten zu den einzelnen Fachberei- 
chen und Wissenschaftlichen Zentren behandelt; aber das spezifische 
Kapitel für diesen Bereich hat nunmehr die Überschrift "Wissenschafts- 
haushalt". Es läßt sich mühelos zeigen, daß dies nicht nur auf mehr 
oder weniger zufällige redaktionelle Verschiebungen von Berichterstat- 
tungen zurückzuführen ist, sondern zumindest einen Rückgang an for- 
schungsplanerischen Perspektiven an der GhK kennzeichnet. 
Der wichtigste Grund dafür dürfte ein relativer Rückgang der Forschungs- 
mittel sein. Zunächst muß man feststellen, daß 1979, nach einigen Jah- 
ren der deutlichen Steigerung von Sach- und Hilfskraftmitteln, erstmals 
keine Verbesserung der Lage mehr eintrat, sondern ein geringer abso- 
luter Zuwachs durch Inflationsraten sowie wachsende Studenten- und 
Personalzahlen mehr als ausgeglichen wurde; Beschränkungen in den 
Jahren 1980 und 1981 führten zu einer deutlichen relativen Ressourcen- 
verknappung. Dies schlug sich in der zentralen Forschungsmittelver- 
gabe besonders stark nieder. Einer konstanten Größenordnung von et- 
wa l, 1 Mio. DM an Sachmitteln von 1978 bis 1981 standen nicht nur die 
genannten Personalzuwächse und steigenden Kosten gegenüber, sondern 
auch weiterhin zunehmende Forschungsaktivitäten. Daher ist es ver- 
ständlich, daß die Konkurrenz um die Mittel sich verstärkte und Ent- 
scheidungen über die weitere Entwicklung von Schwerpunktsetzungen 
der Forschung durch erhöhten Konkurrenzdruck belastet wurden. 
Die Konkurrenz um Ressourcen erhöhte sich insbesondere, weil die re-
	        

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