Full text: Gesamthochschule Kassel 1971 - 1981

relle Gruppen. 
12. Bedingungen der Qualität der Arbeits- und Lebenswelt der arbeiten- 
den Bevölkerung. 
13. Künstlerische Produktion und arbeitende Bevölkerung. 
14. Geschichte der Arbeiterbewegung in bezug zur gegenwärtigen sozia- 
len Bewegung. 
15. Bevölkerungsorientierte internationale Entwicklungspolitik und ihre 
Rückwirkung auf die Industrieländer". 8 
Der Katalog löste aus unterschiedlichen Gründen kontroverse Reaktio- 
nen aus: manche Angehörige der Hochschule wandten sich gegen die im- 
pliziten Relevanzkriterien; manche sahen die Absicht, in Kassel einen 
naturwissenschaftlich-technischen Schwerpunkt zu schaffen, in dem Ka- 
talog nicht hinreichend berücksichtigt; manche kritisierten, daß der Ka- 
talog zu wenig dem derzeit vorhandenen Forschungspotential entsprä- 
che. Der Katalog hatte zweifellos zur Folge, daß Projekte zu manchen 
der genannten Themen stimuliert und mit zentralen Forschungsmitteln 
gefördert wurden, jedoch beschlossen die Gremien kein thematisches 
Forschungsprogramm. 
Kontrovers verlief auch die Diskussion, welchen Stellenwert Interdiszi- 
plinäre Arbeitsgruppen und Wissenschaftliche Zentren im Rahmen der 
Forschung der GhK gewinnen sollten. Umstritten blieb insbesondere das 
Ausmaß der finanziellen Förderung im Vergleich zu disziplinärer For- 
schung; akzeptiert wurde jedoch generell, daß eine Schwerpunktbildung 
der Forschung an der GhK weiterhin erfolgen sollte und daß interdis- 
ziplinäre Organisationseinheiten dafür gebildet werden sollten. 
Das Hessische Hochschulgesetz vom 6. Juni 1978 9 beschrieb im S 5 
besondere Aufgaben der Gesamthochschule. Dabei heißt es in einem der 
fünf Absätze: "Die Gesamthochschule soll durch die Einrichtung wissen- 
schaftlicher Zentren bei der Durchführung von Forschungsvorhaben ei- 
ne sinnvolle Aufgabenzusammenfassung und eine konzentrierte Verwen- 
dung der vorhandenen Mittel für bestimmte Forschungsschwerpunkte 
anstreben". 
In den Jahren 1977 und 1978 wurden sechs Interdisziplinäre Arbeitsgrup- 
pen eingerichtet: 
- Arbeitsgruppe Angepaßte Technologie, 
- Arbeitsgruppe Kommunikationsstrukturen in Nordhessen, 
- Arbeitsgruppe Mathematisierung, 
- Arbeitsgruppe Soziale Gerontologie, 
- Arbeitsgruppe Philosophische Grundlagenprobleme, 
- Arbeitsgruppe Ökologische Forschung. 
Die Interdisziplinären Arbeitsgruppen wurden auf Beschluß des Grün- 
dungsbeirats eingerichtet. Sie stellen im Vergleich zu den Zentren eine 
offene Organisationsform dar, die sich zu einem Zentrum fortentwickeln, 
nach einiger Zeit auflösen oder langfristig als offene Organisationsform
	        

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