Full text: Gesamthochschule Kassel 1971 - 1981

Forschung im Technikbereich 
Die ursprüngliche - permissive - Planungsvorstellung hat sich insofern 
realisiert, als Forschungsvorhaben und -schwerpunkte maßgeblich aus 
den von den neuberufenen Hochschullehrern vertretenen Lehr- und For- 
schungsschwerpunkten entstanden sind. Kunststofftechnik und Konstruk- 
tionswissenschaft sind _als neue Schwerpunkte (und zugleich in der "neuen" 
Organisationsform von Instituten organisiert) gebildet worden. 
Daneben hat sich also auch als erforderliches Resultat eine Art von For- 
schungsvorhaben entwickelt, deren Ursprung in der Themenstellung von 
lehrbezogenen Projekten zu sehen ist (so z.B. das Rollstuhl-Projekt, 
das interdisziplinäre Vorhaben zur Humanisierung des Arbeitslebens 
sowie die Vorhaben im Bereich angepaßter Technologie). An diesen For- 
schungsvorhaben sind auch Fachhochschullehrer in größerer Zahl betei- 
ligt oder Wissenschaftler in alleiniger Verantwortung. Der Ansatz des 
forschenden Lernens, der dem Konzept des Projektstudiums zugrunde- 
lag, ' findet so nachträglich seine Bestätigung. 
Räumliche, apparative und personelle Entwicklung 
Der Neubau für die Technikwissenschaften auf dem Gebäude der Hen- 
schelei steht kurz vor seiner Vollendung. Um einen zentralen Versuchs- 
bereich herum gruppieren sich Labors und Werkstätten in einem inneren 
Ring. In einem äußeren Ring sind dann Lehr- und Büro-Räume angeord- 
net. Ganz an der Peripherie liegt die Bereichsbibliothek. Die Größe der 
Baustufe I und II erlaubt den Umzug des Fachbereichs Maschinenbau und 
des halben Fachbereichs Bauingenieurwesen vom Standort der alten In- 
genieurschule zur Hochschule, so daß die Baumaßnahme Technik III 
weiterhin dringend notwendig bleibt. Auch für die Ausrüstung der Labors 
und Werkstätten sind finanzielle Möglichkeiten leider noch nicht ausrei- 
chend, so daß hier erst im Laufe der folgenden Jahre mit einer vollstän- 
digen Ausstattung, die konkurrenzfähige Forschung und Lehre erst er- 
möglicht, zu rechnen ist. 
In den Haushaltsjahren nach 1975 - dem Beginn der integrierten Technik- 
studiengänge - genoß der Technikbereich bei den jährlichen Stellenan- 
meldungen der Hochschule undden Zuweisungen durch den Landeshaus- 
haltsplan eindeutige Priorität gegenüber anderen Bereichen der GhK. Es 
wurden insgesamt mehr als 30 neue Stellen geschaffen, davon mehr als 
lo Stellen für Hochschullehrer nach S 39a HUG (mit Lehr- und For- 
schungsverpflichtung) sowie Stellen für wissenschaftliche Mitarbeiter, 
dazu weitere Stellen für technik-administratives Personal. 
Durch Hinzufügen dieser neuen Personalstellen und durch Neuberufun- 
gen entstand so innerhalb des ehemaligen Ingenieurschulbereichs eine 
neue "universitäre" Population, deren Integration bisher noch ziemliche
	        

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