Full text: Gesamthochschule Kassel 1971 - 1981

ständigkeit erheben. Zweifellos hätte man noch mehr unterschiedliche, 
übergreifende Themenstellungen, Erfahrungshintergründe, program- 
matische Perspektiven und Berichte zu einzelnen Fächern bzw. Studien- 
gängen vorsehen können. 
Die Autoren wurden gebeten, auch kritisch zu Schwächen der Reform- 
konzepte, zu den Widerständen innerhalb und außerhalb der Hochschule 
und schließlich zu den erreichten Ergebnissen Stellung zu nehmen. Ei- 
ne solche Vorgabe ließ weite Gestaltungsspielräume für die einzelnen 
Beiträge zu. Es schien geboten, einen offenen Rahmen, auch für die je- 
weils unterschiedlichen Arten der Beteiligung und Erfahrung der Auto- 
ren und die Art, mit der eigenen "Betroffenheit" fertig zu werden, zu 
geben. Deshalb hielten es die Herausgeber für angebracht, den Autoren 
nach Vorlage der Manuskripte jeweils nur Veränderungen zu empfehlen, 
die die innere Konsistenz, die Vervollständigung von Informationen und 
die Verständlichkeit für nicht vertraute Leser betrafen. Es wurde je- 
doch nicht versucht, die Autoren zu Modifikationen zu bewegen, wenn 
bestimmte Aussagen anderen Beteiligten als allzu subjektiv erscheinen 
können. Da dieser Sammelband Schönfärberei und Ängstlichkeit in der 
Präsentation ungewöhnlicher Lösungen nicht fördern will, sondern eher 
eine zugleich selbstkritische und selbstbewußte Bilanz anregen wollte, 
sind auch Probleme zu akzeptieren, die sich bei Berichten von "Betrof- 
fenen" und "Akteuren" nun einmal ergeben können. 
Der besondere Dank gilt zweifellos den Autoren der einzelnen Beiträge, 
die die schwierige Aufgabe des Rückblicks auf Geschehnisse, in die sie 
selbst involviert waren, übernommen haben und damit zu einem leben- 
digen Einblick in die facettenreiche Problematik einer solchen Hoch- 
schule mit weitreichenden Reformbestrebungen beigetragen haben. Be- 
sonders zu erwähnen ist darüber hinaus, daß die Initiative zu diesem 
Band von Helmut Winkler ausging, der wegen eines mehrjährigen Aus- 
landsaufenthalts die Herausgeberschaft nicht übernehmen konnte. Viele 
Mitglieder des Wissenschaftlichen Zentrums für Berufs- und Hochschul- 
forschung waren zur Unterstützung dieses Bandes bereit, weil sie es 
als eine Aufgabe dieses Zentrums ansehen, für die Gesamthochschule 
Kassel ein Forum der Selbstklärung ihrer Aufgaben und Entwicklungs- 
ziele darzustellen.
	        

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