Full text: Gesamthochschule Kassel 1971 - 1981

xommt, daß wir Schwierigkeiten haben. 1. Die Geschichte mit der Prä 
sidentenwahl, das ewig sinnlose Hin- und Her mit den meisten Prüfung 
ardnungen, überhaupt der ganze Gremienkrampf hängt uns zum Halse 
raus. Wir sind halt keine Verwaltungsbeamten und wollen auch keine 
werden! 
Aber welche schleimige Hochschulpolitik bleibt übrig, wenn wir nicht 
mehr in den Gremien mitarbeiten? Unsere Politik ist mehr und mehr 
zum Verwalten und technokratischen Reagieren verkommen. Für die 
Arbeit und Kraft einzelner, die in die Gremien und besonders in den 
AStA gesteckt werden, kommt "hinten" nichts raus. Sicher, der Frust 
aängt mit den nicht einlösbaren Wünschen zusammen und scheint nicht 
vermeidbar zu sein, aber irgendwie reicht uns das, was bisher so ge- 
.aufen ist, allein nicht mehr aus, um uns auf-KandidaturfAStA einzulas 
sen. Einige Leute, die neu zu den Basisgruppen stoßen wollten, bliebe: 
mach wenigen Sitzungen wieder weg, da sie nicht das Gefühl hatten, 
reinzukommen: "Das ist halt ein Klüngel, der sich hauptsächlich in ir 
gendwelchen WG's abspielt, ich sehe nicht, wie ich mit denen arbeiten 
xönnte". Darüber müssen und wollen wir reden und es ist keine Frage, 
iaß sich da was ändern muß. . . ". 
Resümee 
Unsere sicher kontroverse Beschreibung des Zusammenhang von stude 
:ischer Politik und der Entwicklung der Gesamthochschule Kassel 
rnacht unserer Meinung nach zw ei Dile mma s deutlich: die GhK a1 
verhinderte Reformhochschule und die Unfähigkeit studentischer Politil 
Für sich eine Perspektive zu formulieren. 
Die GhK als Re formho ch sc hule hat sich mit fast stetiger und 
zunehmender Kontinuität zu einer Hochschule entwickelt, die dem nich1 
rnehr entspricht, was sie von ihren ursprünglichen Zielsetzungen sein 
wollte. Dies haben wir exemplarisch an der Geschichte der Lehreraus- 
aildung und für den Technikbereich kurz angedeutet. Auch die Ursache: 
für das Scheitern der Verwirklichung von Reformen sind genannt. In 
erster Linie sind hierfür die staatlichen Reglementierungen in Form 
von aufgesetzten Studien- und Prüfungsordnungen zu nennen; wobei der 
Zynismus darin besteht, daß diese Einschneidungen und Restriktionen 
von einer sozialdemokratischen Regierung kommen, die zehn Jahre vo: 
1er mit der Errichtung von Gesamthochschulen und Gesamtschulen eine 
Pendenzwende zu einer gerechteren Bildungspolitik durchsetzen wollte.
	        

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