Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 2 (6)

061W 
Öv? 
ß 
ß 
K 
ß 
l 
ß 
ß 
ß 
ß 
ß 
 
entfernt. Balustrade über dem Hauptgesims, später entfernt. Dachgeschoß auf der Straßen- und Hoffront 
über den 4 Mittelachsen, mit Lisenen in der 2. und 5. Achse der Straßenfront und mit Walmdach. Tapeten, 
Wandschrank und eiserne Öfen mit Tonaufsatz aus der Erbauungszeit des Hauses. Klassizistisch. 
Garten hinter dem Hause, zu dem früher auch das. Nachbargrundstück Nr. 19 gehörte. 
Haus Nr. 19." Grundstück früher zum Nachbarhaus Nr. 17 gehörig. Gartenhaus. Architekt vermutlich Bromeis. 
Früher Badehaus der Gräfin Reichenbach. Eigentümerin jetzt Frau Dr. Ludw. Pfeiffer. Fachwerk, ver- 
putzt. Mittelbau quadratisch. Glastür, dreiteilig, mit Rundbogen mit breiter Kassetten-Archivolte und 
Kränzen in den Zwickeln. Giebel, im Giebelfelde Vase mit Greifen. Innenraum und Halbkreistonne, 
korinthisierenden Pilastern und antikisierender Ornamentmalerei, später überstrichen, jetzt modern bemalt. 
Je ein schmaler F lankenbau in der Querachse, rechteckig, niedriger. Der nördliche Flankenbau, früher Nische 
für die Badewanne, ohne Fenster. Giebel, im Giebelfelde Kranz. Innenraum mit Halbkreistonne. Klassizistisch. 
Haus Nr. 20. Eigentümer früher Hütterott. Gartensaal, bis zur Ulmenstraße reichend, früher Bildersaal 
Botinellis am Steinweg} von Hütterott hierher versetzt. An seiner Stelle jetzt moderne Glasveranda. 
Haus Nr. 24. Früher Wohnung des französischen Gesandten. Gartentor an der Straße. 2 Pfeiler, Sandstein, 
quadratisch, stark, sich nach oben verjüngend, mit gekehltem Sockel und stark ausladenden gekehltem 
Kopfglied und mit Zwerggiebel- und Akroterienaufsatz. Klassizistisch. 
Haus Nr. 26, Eckhaus Weigelstraße. Sogenanntes Schlößchen Monbijou. Eigentümer 1839 Partikulier Alex. 
Nahl, 1875 Kaufmann Karl Otto Rochollf später Witwe von Boyneburgk. Fachwerk, verputzt, aus Er- 
weiterung eines kleineren Hauses entstanden} rechts und links von einem Mittelrisalit je 5 Achsen, 
2 Geschosse, mit Bandgesims über dem Erdgeschoß, mit Palmetten über den Fenstern des Erdgeschosses 
und Rosetten- und Rankenfüllung in den Brüstungsfeldern unter den Fenstern des 1. Obergeschosses. 
Mittelrisalit, 3 Achsen, 2 Geschosse mit Attika, mit kannelierten jonischen Pilastern im 1. Obergeschoß, 
mit Rundbogenblende über der Mittelachse, im Bogenfelde Lyra mit Rankenornament und Rosettenkranz, 
in den Zwickeln schwebende Genien, auf der Attika Balustrade mit Docken und Vasenaufsätzen. Balkon 
vor dem Mittelrisalit, auf 4 toskanischen Säulen, die mit Rücksicht auf den Straßenverkehr in der Neuzeit 
zurückgerückt und deren Architrav bei dieser Gelegenheit an der Vorderseite als Konsolen ausgebildet 
wurden, mit Eisengitter. Fensterflügel in der Neuzeit mit Gehängen versehen. Wetterfahne mit der 
Jahreszahl 1833. Eingangshalle, mit kassettiertem Gurtbogen und toskanischen Pilastern, in den Zwickeln 
musizierende Genien. Treppenhaus, mit toskanischen Säulen. Innentüren, mit Ornament auf den Stürzen. 
Allegorische Deckengemälde. Klassizistisch. 
Hof hinter dem Hause, mit Resten alter Bauten. Pavillon, aus Säulen, Heiligenfiguren, Engeln, Altar- 
wangen und andern Barockstücken zusammengesetzt. Türsturz, in der Hofmauer eingelassen, mit Wappen 
. und Spruchband. Renaissance. 
Haus Nr. 29 u. 291l1. Gartenhaus. Eigentümer vor 1827 Generalleutnant Moritz von Müller, dann dessen 
Schwester Caroline von Müller, 1836 Major Wetzel. Untergegangen. 
Garten, mit Chineserienf Verändert. 
I Vgl. Abschnitt „Hofverwaltungsgebäude" S. 418. ' Kataster, Brandversicherungs-Anstalt Cassel. Nach Knackfuß, Kunstgeschichte II 
S. 325 und 330, und Heidelbach, Kassel S. 77, Haus des Malers Joh. Aug. Nahl. 
' 1824 bat die Witwe Frau Rätin Nahl um Genehmigung, ihr Haus, das als das „ehemals Doutrelepontsche" bezeichnet wird, 
in einen näher nach der Stadt zu gelegenen Garten versetzen zu dürfen. Die Bitte wurde abgeschlagen, indem der Antragstellerin nahegelegt 
wurde, in dem Garten ein neues Haus zu bauen, worauf Frau Nahl nicht einging. 1826 wurde dem Privatmann Nahl gestattet, zur Ver- 
schönerung seines Hauses einen Balkon mit zwei Säulen aus Balhorner Sandstein anzubringen. 1833 entschloß sich der Partikulier Theodor 
Nahl, bei der beabsichtigten Vergrößerung seines in der Wilhelmshöher Allee gelegenen Hauses die Tür mit Portal in die Mitte des Gebäudes 
zu verlegen und die Fenster in beiden Häusern gleichförmig einzurichten. 
4 Regentenhaus S. 22 f. Hess. Erinnerungen S. 201 ff: „Der Garten war nach der eigenen Idee des Generals (von Müller) ange- 
legt und eingerichtet; ein kleiner Hügel war von einem bunten chinesischen Schirmdach mit vielen Metallglocken überdeckt, und mit einem 
Drahtzug konnte man alle Glocken zum Läuten bringen. Eine hohe Schaukel mit der Aufschrift Plaisir innocent diente den jungen Leuten 
zur Unterhaltung, und auf einem Beet mit vielerlei Rosensorten stand an einer zierlichen Tafel in deutscher Übersetzung der angebliche 
Ausruf eines Gärtners zu Bagdad aus dem Jahre 1000: Die Rose stets den Thron behauptet Und ihre Herrschaft wanket nie, 
Es sind die Blumen ihre Völker, Der Blumen Königin ist sie l" 
Tafel 473, 1 u. a 
Tafel 398, 6 
Tafel 391, 1 
Tafel 436, 8 
Tafel 396, 1 
Tafel 434, 4 
 

	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.