Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 2 (6)

Tafel 402,5 
Tafel 464, 3 
Tafel 434,1 
Tafel 403, 3 
Tafel 435, 1 
Haus Nr. 17. Fachwerk, später verputzt, 9 Gefache, 4 Geschosse, mit Schiflskehlen, Rollen, Stäben und 
Kehlen am auskragenden Quergebälk. Giebel über den 4 Mittelgefachen, anscheinend durch Ausbau des 
obersten Geschosses verkümmert. Renaissance. 
Haus Nr. 18. Fachwerk, später verputzt, 7 Gefache, 3 Geschosse, mit Schnüren, Bunden und Kanten- 
gewinden am auskragenden Quergebälk. Giebel. Renaissance. 
Haus Nr. 20. Früher Gasthaus „Zur goldenen Taube".' 
Haus Nr. 21. Früher Gasthaus „Zu den zwei Schwertern"? 
Haus N r. 22. Seitenflügel. Fachwerk, 12 Gefache, 2 Geschosse, mit Schnüren, Diamantbändern, Bunden, 
Kantengewinden und Kerbschnitt am auskragenden Quergebälk und mit Streben in den Brüstungsfeldern. 
Giebel, 6 Gefache. Renaissance. 
Haus Nr. 25. 1605 bezeichnet als „der Gerwigschen (gerwickßen) brawhauß", deren Wohnhaus das Nachbar- 
haus Müllergasse Nr. 1 bildeteß Eigentümer 1768 Chr. Wilh. Böttger, 1810 Bankier Seelig Goldschmidt, 
1828 Hofvergolder Karl Grahn, 1840 Küfermeister und Likörfabrikant Karl Herbold, dem auch das Nach- 
barhaus Nr. 23 gehörte} Gastwirtschaft „Pferdemarktschänkeü Steinbau, 2 Achsen, 4 Geschosse, mit 
Simagurten über den einzelnen Geschossen. Fenster, rechteckig, zu dreien gekuppelt, mit profilierten 
Gewänden. Giebel über dem Mittelteil, vielleicht durch Ausbau des obersten Geschosses verkümmert. 
Renaissance. 
Haus Nr. 27. Erdgeschoß Steinbau, mit Simagurt. Haustor, mit Rundbogen. Fenster, rechteckig, zu dreien 
gekuppelt, mit profilierten Gewänden. Renaissance. 
Haus Nr. 28. Fachwerk, später verputzt, 4 Geschosse, mit Schiffskehlen, Rollen, Stäben und Kehlen am 
auskragenden Quergebälk. Giebel, mit Krüppelwalm. Treppe; Pfosten, quadratisch, bauchiger Ständer; 
Wange profiliert; Docken gedreht. Renaissance. 
Häuser Nr. 29 u. 31. Einheitliche Front. iFrüher Gasthaus „Zum Pelikanüä Fachwerk, später verputzt, 
8 Gefache, 4 Geschosse, davon die beiden oberen auskragend, mit Schnüren, Diamantbändern und Bunden 
am auskragenden Quergebälk. Giebel, mit Krüppelwalm. Renaissance. 
Seitenflügel. Erbaut 1608. Erdgeschoß Steinbau, mit Simagurt. Haustür, mit Rundbogen. Steintafel 
über Haustür, rechteckig, mit Rollwerk und Lilien am Rahmen und mit der Inschrift „PSL 116 QUID 
RETRIBUAM DOMINO PRO OMNlBVS QUAE RETRIBVIT MlHl 1608".6 3 Obergeschosse Fachwerk, 
mit Schnüren, Diamantbändern, Bunden und Kantengewinden am auskragenden Quergebälk, mit Rund- 
stäben, Voluten, Blattornament und Kerbschnitt an den Eckpfosten, mit Streben in den Brüstungsfeldern 
und mit wilden Männern an den Mittel- und Eckpfosten. 
Haus Nr. 33. Haustür, Stein, mit Segmentbogen, Schlußstein-Kartusche mit Kränzen und Deckgesims, in den 
Zwickeln die Inschrift „1783". l 
Haus Nr. 37. Ursprünglich 3 Häuser. Eigentümer 1605 Rentmeister Jost. Andres, der hier ein „mithaußß 
eine „große behausung hinder derselben nach der mohln Porten zu noch eine scheure" und „ein halb- 
hauß daselbst, deßen gegenwechßel Stoffel Rehner (Römer) hatt", besaß," 1767 Steuerrat Dr. Kalckhof, 
1799 Christian Kerstingß 1835 Gastwirt Kerstingß 
Westlicher Teil (das Miethaus). Untergegangen. Neubau. Fachwerk, verputzt, 2 Achsen, 3 Geschosse. 
Mansarde. Barock. Jetzt Gastwirtschaft „Zur ewigen Lampe". 
Brandversicherungs-Anstalt Cassel. Wanderung d. Cassel Nr. 1236. 
Brandversicherungs-Anstalt Cassel. Wanderung d. Cassel Nr. 1236. 
Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. 
2 Kataster. 
' Häuserverzeichnis v. 1605. 
' Kataster. 
5 Wanderung d. Cassel Nr. 1286. 
' Bei Nebelthau, Gebäude S. 27, irrtümlich 1648. 
7 Häuserverzeichnis v. 1605. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. Über das Halbhaus vgl. Haus Kastenalsgasse Nr. 1. 
' Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
9 Adreßbuch 1835. ' 
Brandversicherungs-Anstalt Cassel. t 
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