Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 2 (6)

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M! a4 Hau-s Nr. 51.3 Erbaut 1601. 
Haus Nr. 47. Ursprünglich 2 Häuser. Eigentümer des südlichen Hauses 1605 Hans Schröder, der ein „neben 
häußlein" und eine „behausung" besaß, aber vielleicht auch Eigentümer des jetzigen Nachbarhauses Nr. 45 
war. Eigentümer des nördlichen Hauses 1605 Fenstermacher Wenzel Moser.1 Untergegangen. An 
ihrer Stelle Neubau eines Hauses} angeblich 1614." Zunächst mit zwei Hausnummern (Nr. 30 u. 31) 
versehen. Erst später zu einer Hausnummer (Nr. 34) vereinigt. Eigentümer 1800 Büchsenmacher Val. 
Humburgß Sternapotheke, 1809 von Apotheker Schwarzkopf gegründet} Eigentümer 1843 Apotheker 
Dr. Heinr. Schwarzkopf, 1862 Apotheker Wilh. Kühler," jetzt Apotheker Artur Cybulla. Steinbau, 
4 Achsen, 4 Geschosse, mit Simagurten in den 3 Obergeschossen. Haustür, Doppeleingang, mit Rund- 
bogen, Gewänden mit Beschlagmustern, Voluten-Schlußstein, jonischen Hermen-Pilastern mit Diamant- 
quadern und Gebälk mit Triglyphen über den Pilastern. Fenster, rechteckig, zu zweien gekuppelt, mit 
profilierten Gewänden. Giebel mit Krüppelwalm. Renaissance. 
Haus Nr. 49. Eigentümer 1605 Rotgießer Hans Knauf." Steinbau, 3 Achsen, 4 Geschosse. Fenster, recht- 
eckig, zu zweien gekuppelt, mit profilierten Gewänden. Renaissance. Dachhaus, mit Giebel. Klassizistisch. 
Bauherr Kapellmeister Georg Ottoß Eigentümer 1605 derselbe," 1623 Jost 
Murhardtßl 1767 Heinr. Wilh. Müldner, Amtmann zu Breuna,;1787 Joh. Jak. Kaß, 1842 Joh. Ludw. 
Rössing." Erdgeschoß entstellt. 2 Obergeschosse Fachwerk, später verputzt, mit schematischen Schiffskehlen, 
Schnüren und Bunden. Tafel am Erdgeschoß, mit Wappen (stilisierte Lilie) und der Inschrift „G O 1601". 
Haus Nr. 56. Kanonikerhaus des Jakob Weilap, das 1528 Landgraf Philipp als ein Freihaus seinem Wundarzt 
Franz Wolffangel und dessen Ehefrau Dorothea schenkteßß 1605 als „der Hespergen behausung", 
1623 als „der Hespergen H. darin Christoph Seippen W." bezeichnet." Eigentümer 1630 Hans Heinrich 
von Hesperg, der in diesem Jahre wegen der Freiheit des Hauses mit dem Rat der Stadt Prozeß 
führte." Eigentümer später der ehemalige schwedische Oberst Sigel (Seegel), der dieses Haus gegen 
das gegenüberliegende Haus Nr. 57 eingetauscht hatte." Später noch bezeichnet als „das freiadelige 
sogenannte Seegefsche Lehnhaus, die Krone genannt". Eigentümer 1766 Vultejus," 1778 Kapitän 
Vultejus zu Wolfsanger und Gebrüder Vultejus zu Marburg, 1815 Oberstleutnants Christian Herm. Vultejus 
1 Häuserverzeichnis v. 1605. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. ' Abb. bei Holtmeyer, Alt Cassel Taf. 411. 
3 Auf der Front die in der Neuzeit aufgemalte Aufschrift „Erbaut 1614". 4 Kataster. BrandversicherungsAnstalt Cassel. 
5 Rogge-Ludwig, Kassel S. 268: „Von den acht Apotheken ging 1806 die Hofapotheke und im Jahre 1819 die Löwenapotheke 
auf dem Marktplatz ein. An der letzteren Stelle trat in demselben Jahre die noch bestehende Sternapotheke in der obersten Gasse. lhr 
erster Eigentümer war der Apotheker Krüger, Ehegatte der Wittwe des letzten Hofapothekers Hartung, dann seit 1838 viele Jahre hindurch 
dessen Stiefsohn Dr. Hartung-Schwarzkopf". Die Darstellung ist wohl nicht ganz zuverlässig. Nach dem „Intelligenzblatt des Departements 
der Fulda 58tes Stück Cassel den 28ten October 1809" zeigte Schwarzkopf am 25. desselben Monats an, daß er „nach Eingang der von 
mir administrierten vorhinnigen Herrschaftlichen Hofapotheke auf eigene Rechnung eine Apotheke unter dem Namen: Sternapotheke, allhier 
in der Martinistraße in der Behausung des Herrn Büchsenmachers Humburg Nr. 30 etabliert" habe. 
' Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. ' Häuserverzeichnis v. 1605. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. 
8 Nebelthau, Gebäude S. 33 u. 37, vermutet hier das Wohnhaus des Vizekanzlers Jörge Nußpicker. „Sein Stammhaus stand auf der 
Obersten Gasse und wird schon 1394 als neben der Tuchmacher-Färbehaus gelegen angezeigt. Mir ist es wahrscheinlich, daß letzteres an 
der Drusel lag und würde es dann das jetzige Kaufmann Rössing'sche Haus gewesen sein (Oberste Gasse 51). Jörge Nußpicker starb 1540". 
Über das Färbehaus vgl. Schultze, Klöster Urk. Nr. 822 u. 848. 1383 vermachte Heinrich (Becker) Ferbir der Martinskirche einen Zins aus 
seinem Hause in der Freiheit bei dem sogen. „ferbehusz". 1394 bekundete dessen Witwe, daß ihr die Hälfte des Zinses zustände aus dem 
Hause, gelegen in der obersten Gasse (in superiori platea) zwischen dem Hause des Conrad Nusbickel und dem Hause der Walker_(fullonum) 
gen. das „verbehus". 
9 Häuserverzeichnis v. 1605, Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. Nebelthau, Gebäude S. 33 u. 37. Neuber, Gasthäuser Nr. 72. 
l" Häuserverzeichnis v. 1605. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. u Häuserverzeichnis v. 1623. Stadtarchiv Cassel K 36. 
"' Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
" Urk. Stadtarchiv Cassel. Das Haus wird als dem Hasunger Hof gegenüber gelegen bezeichnet. Vgl. Abschnitt „Martinsstift 
Stiftsherrenhäuser" S. 193 und Nebelthau, Gebäude S. 19, 24 u. 39. Auf Stadtplan v. Müller 1547 erscheint in der Gegend des Hauses 
ein Giebelhaus mit einem in der Mittelachse angebrachten, bis zur Giebelspitze reichenden Erker. 
" Häuserverveichnis v. 1605 u. 1623. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. 
"' Urk. v. 4. März 1630. Ortsrepositur. Staatsarchiv Marburg. 
" Vgl. Haus Oberste Gasse Nr. 57. 
" Stück- u. Nummernbuch 1766. Stadtarchiv Cassel K. 36. 
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