Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 2 (6)

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Gebäude. Qäägäääää 
Haus Nr. 15. Ursprünglich 2 Häuser. Eigentümerin des einen Hauses 16051 und 1769' die Stadt, 
deren Stadtdiener hier wohnte. Eigentümer des anderen Hauses 1767 Bauaufsichter Otto Ludovici, 
1768 Schlossermeister Joh. Hochapfelß Um 1830 vereinigt. Eigentümer 1835 Schlossermeister Hoch- 
apfel} 1848 Schlossermeister Friedr. Ludw. Günther} Einheitliche Front, modernisiert. 
Haus Nr. 16. Hoffront. Fachwerk, später verputzt, mit Stäben, Kehten und Karniesen am auskragenden 
Quergebälk und mit Karniesen an den Balkenköpfen. Steintafel, in einer der lnnennischen der Brand- 
mauer, mit der lnschrift „DlSE MAURE IST ERBAWT VON l S : V. NL : 65". Treppe; Pfosten, 
achteckige Säule, toskanisch, mit Schuppenmuster, auf quadratischem Sockel mit Schuppenmuster; Wange 
profiliert; Docken mit Kantengewinde. Renaissance. Treppe; Geländer mit ausgesägten Brettern. Barock. 
lunentür, mit verzierten Beschlägen. Barock. 
Haus Nr. 18. Wohnung des Archivars Dr. Georg Landau. 
Haus Nr. 21. Haustor, rechteckig, Holz; Flügel mit Kranzleisten, Rosetten und Triglyphengebälk. Empire. 
Seitenflügel. Fachwerk, später verputzt, mit Schnüren und Diamantbänden am auskragenden Quer- 
gebälk. Renaissance. 
Hinterhaus. Fachwerk, verputzt. Dachhaus, mit ornamentierten Volutenwangen. Empire. 
Haus Nr. 22. Wendeltreppe, Holz, mit profilierter Spindel, Stufen mit Karniesanschnitt. Renaissance. 
Haus Nr. 28. Eigentümerin 1767 Joh. Volprecht Weiß Witwe." Haustür, Holz, mit Segmentbogen und 
verziertem Schlußstein, auf Schlußstein das Spiegelmonogramm J V W. 
Haus Nr. 27. Haustür, mit Segmentbogen, Voluten-Schlußstein, toskanischen Pilastern und Gebälk. Barock. 
Haus Nr. 29, Eckhaus Seidenes Strümpfchen. 1605 und 1623 bezeichnet als „Anthonii Kochs wittiben be- 
hausung undt hinder derselben im engen gäßlein 4 Miedtheußleinßi 1721 bezeichnet als „Der Trauben, 
Ein Eckhaus"! Eigentümer vor 1'760 Hausmann. Dann von der Frau des Kammerpräsidenten von 
Frankenberg erkauft und für das von ihr 1760 gestiftete Lutherische Armen- und Waisenhaus einge- 
richtet? 1767 und in der Folgezeit als Lutherisches Waisenhaus aufgeführt." 1874 nach Verlegung 
des Waisenhauses in den Neubau Weserstraße Nr. 25 11 von dem Tapezierer Bartholt erkauft. Eigen- 
tümer jetzt Gastwirt Friedr. Helbing. Gastwirtschaft „Zum heiligen Geist". Erdgeschoß Steinbau, mit 
Simagurt. Fenster, rechteckig, einzeln und zu vieren gekuppelt, mit profilierten Gewänden. 3 Oberge- 
schosse Fachwerk, später verputzt, mit auskragendem Quergebälk, später verkleidet. Giebel. Renaissance. 
Häuserverzeichnis v. 1605. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. 
Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
Adreßbuch 1835. 
Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
Häuserverzeichnis v. 1605 u. 1623. Stadtarchiv Cassel E 16 u. K 36. 
Matricularbuch v. 1721. Stadtarchiv Cassel K 36. 
Schminke, Cassel S. 250 f: „Lutherisches Frankenbergisches Armen- und Waysenhaus. Für die hiesige evangelisch-lutherische 
Gemeinde hat die Frau Kammer-Präsidentin von Frankenberg, auf Veranlassung ihres verstorbenen Herrn Gemahls, ein Armen- und Waysen- 
haus im Jahr 1760 gestiftet, und das ehemalige Hausmannische Haus in der obersten Gasse dazu erkauft. Es wurden 1765 auch 80 Personen 
darinnen frey gespeiset, worunter 26 Waysenkinder mit begriffen waren. Hierinnen genießet auch eine andere Anzahl armer Leute freye 
Wohnung, Licht, Holz und auf den Festtagen freyen Tisch. Denen darinnen befindlichen Kranken haben des itztregierenden Herrn Land- 
grafen Hochfürstliche Durchlaucht die Medicin aus der Hofapotheke und gleiche Rechte in Ansehung der bey Handwerkern aufzudingenden 
und loszusprechenden Knaben mit denen im großen Waysenhaus gnädigst zugestanden. Vier Directores nebst einem Verwalter sind darüber 
bestellt". Engelhard, Erdbeschreibung I S. 102i: „Von der in 1776 verstorbenen Frau Stifterin ist das Waisenhaus außer den ansehnlichen 
Vermächtnissen, als zum Pfarrhause für den zweyten Prediger und deren Witwen, zum völligen Erben eingesetzet, und dadurch zu einer der 
reichsten Stiftungen gemachet worden". Strieder, Gelehrtengeschichte II S. 216 u. XII S. 204. Bach. Kirchenstatistik S. 55. Hochhuth, 
Statistik S. 51. Piderit, Cassel S. 262. Vgl. auch Abschnitt „Waisenhaus" S. 568. 
1" Kataster. Brandversicherungs-Anstalt Cassel. 
u Narten, Cassel S. 283. 
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