Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 2 (6)

Haus Nr. 3. Fachwerk, später verputzt, 6 Gefache, 4 Geschosse, mit Kehlen, Stäben und abgerundeten Füll- 
hölzern am auskragenden Quergebälk. Renaissance. 
Tafel399,ßu.7 Haus Nr. 5, Eckhaus Brüderstraße. Fachwerk, 5 Gefache, weit gespannt, 3 Geschosse, mit Stäben am aus- 
kragenden Quergebälk und am vorgenagelten Brustriegel, mit Kerbschnitt an den Balkenköpfen, mit Spitz- 
bogenstreben mit Nasen in den Brüstungsfeldern. Gotisch. Front an der Brüderstraße mit Haus Brüder- 
straße Nr. 11 vereinigt} 
Klosterstraße. 
Haus Nr. 1. Haustür, Holz, mit Rundbogen und Rechteckrahmen, mit Stäben, Kehlen und Kerbschnitt am Gewände 
und mit Schnur und Diamantband am Rahmen, im Bogenzwickel die Inschrift „1554", am Gewände Bretzel. 
Haus Nr. 7. Gasthaus „Zur Lateinischen Gesandtschaft". Jetzt moderner Neubau. 
Haus Nr. 8. Erdgeschoß Steinbau, mit Simagurt. Haustür, an den Gewänden Muschelnischen mit Beschlag- 
ornament. Renaissance. Obergeschoß Fachwerk, verputzt. Treppenpfosten im Dachgeschoß mit figür- 
licher Schnitzerei. Barock. 
'l'afel369 u. am Haus Nr. 11,2 Eckhaus Zeughausstraße und Platz Vor dem Kloster. Fachwerk, je 10 Gefache an der Kloster- 
straße und am Platz Vor dem Kloster, 8 Gefache an der Zeughausstraße, 4 Geschosse, mit Stäben und 
Kehlen, geschuppten und kannelierten Volutenkonsolen und verzierten schrägen Füllbrettern am auskragen- 
den Quergebälk, mit Quader- und Beschlagmustern an den Eck- und Mittelpfosten und mit Streben an 
Tafel411,s den Eck- und Mittelpfosten und in den Brüstungsfeldern. Haustür, mit breiten Pfeilern, Flachbogen, 
Beschlagornament und verkröpftem Gebälk auf Volutenkonsolen} Je zwei Giebel an der Klosterstraße und 
am Platz Vor dem Kloster. Giebel an der Zeughausstraße, über der durchgehenden Traufe. Wasserstands- 
Tafel444ß, 452,1, marke an Eckstein mit der Inschrift „1643 FLVT GEWANDT DEN 5. IAN".4 Treppe; Pfosten? Säule, 
"'45" toskanisch, mit Kanneluren und Stäben bezw. mit Schaftringen auf quadratischem Sockel mit Beschlag- 
muster; Pfosten, bauchige Säule auf schlichtem Sockel; Wange profiliert. Stuckdecke, mit geomet- 
'l'afel432 rischen Mustern und Tieren als Füllungen. Innentür, mit korinthischen Säulen und Gebälk, reichverziertem 
verkröpften Füllungen, Sockeln und Friesen, mit reichem Beschlagß Renaissance. 
m. 40031-30 Haus Nr. 13. Fachwerk, später verputzt, 4 Gefache, 3 Geschosse, mit profilierten Knaggen am auskragenden 
Quergebälk. Renaissance. i 
Haus Nr. 14. Gastwirtschaft „Klosterschänkef Erdgeschoß Steinbau, mit Simagurt. Haustür, mit Rund- 
bogen, Schlußstein und gerader Umrahmung. Fenster, rechteckig, mit profilierten Gewänden. Renaissance. 
Haus Nr. 16. Fachwerk, später verputzt, 6 Gefache, 3 Geschosse, mit Fasen und Stäben am auskragenden 
Quergebälk. Giebel, mit Krüppelwalm. Renaissance. 
Haus Nr. 18, Eckhaus Fliegengasse. Früher Gastwirtschaft „Zur Krätze", jetzt Gastwirtschaft ohne Namen. 
Fachwerk, später verputzt, 3 Geschosse. Giebel, mit vorkragendem Krüppelwalm auf Knagge. Renaissance. 
Haus Nr. 19, Eckhaus Weserstraße und Platz Vor dem Kloster. Am Platz Vor dem Kloster Steinbau, 
3 Achsen, 3 Geschosse, mit Sima-Hauptgesims. Fenster, rechteckig, zu zweien gekuppelt, mit profilierten 
Gewänden. Dachhaus, Fachwerk, mit Giebel und Krüppelwalm. Renaissance. 
Tafel a1 Königsplatz. 
Häuxser Nr. 36 u. 361la, Eckhäuser Untere Karlsstraße und Straße An der Garnisonkirche, bis zur Turmgasse 
durchgehend. Sogenannte Zweite Halle. Abgebrochen 1886.? Neubau von Bürgerhäusern 1887. Soge- 
nanntes ScholPsches Kaufhaus. 
1 Bereits auf Stadtplan v. Leopold 1742 u. 1757 angedeutet. 
2 Abb. bei Bickell, Holzbauten II Taf. 37, wo die Entstehungszeit um 1640 angesetzt ist. Auf einer I-Iandzeichnung des Land- 
grafen Moritz, auf der die jetzige Klosterstraße als Fuldaturmsgasse eingetragen ist (vgl. Taf. 86 Abb. 1), ist das jetzige Haus noch nicht 
vorhanden. An seiner Stelle erscheint vielmehr ein einfacherer und niedrigerer Fachwerkbau. 
' Abb. bei Bickell, I-Iolzbauten I Taf. 6 u. Schäfer, Holzarchitektur Bl. 11 Abb. 2. 
4 Knetsch, Inschriften S. 252. Dippel, Inschriften. 
5 Abb. bei Nübel, Holzarbeiten Bl. 33. - ß Jetzt Landesmuseum Cassel. - 7 Vgl. Abschnitt „Hallen" S. 630. 
 
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