Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 1 (6)

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Gebäude. 
 
übrigens dem ganzen Hofe eigen ist. Für die Entstehungszeit geben die Pläne ziemlich enge Grenzen. 
Während Leopolds Handzeichnung von 17381 noch den Dreiflügelbau wiedergibt, bringt dessen Druckplan 
von 1742' bereits den vierten Stutzflügel, der als Hinterhaus den Hof begrenzt, ohne ihn vollkommen abzu- 
schließen. Um 1740 wird man den Bau ansetzen dürfen. Ob man einen Brand, der sich zu diesem Jahre 
vermerkt findet} mit der Erweiterung in Verbindung zu bringen hat, ist nicht ersichtlich. 
Ein in der Neuzeit auftauchender Plan, das geschichtlich bemerkenswerte, dem Straßenbild sich 
glücklich eingliedernde Baudenkmal niederzulegen, kam erfreulicherweise nicht zur Ausführung. 
Reliefs am Südende der westlichen Außenfront. 
Relief aus Sandstein, bemalt. lm Mittelfelde hessisches Wappen. Reiche Umrahmung mit seitlichen 
Hermen, oberem und unterem Horizontalgesims, geschwungenem Giebel mit Obelisken, Kopf- 
konsolen am Unterrande und halbkreisförmiger Fußplatte mit der Inschrift 
„SANCTA . QUOD ELISABET . QUONDAM . FUNDAVIT . ALUMNIS 
WILHELMUS - PRINCEPS . EIUSDEM . CLARA . PROPAGO 
DlVlTE - STRUXIT . OPUS - SUMTU - ET. PROVIDENTIBUS - AUXIT 
ESSET . UT - EMERlTlS - REQUIES . MERCES . QUE - LABORUM 
1587 RENOVATUM 1771".4 
Renaissance. Breite 2,12 m, Höhe 2,72 m. 
Eifel 163,! 
Relief aus Sandstein, bemalt. Rechtecknische mit kannelierten Seitenpilastern, Gebälk und Flach- 
giebel, auf horizontalem Fußband, auf Pries „S. ELISABET", im Giebelfeld „1587", Renaissance, 
1771 übermaltf Breite 0,95 m, Höhe 2,34 m. ln Nische Statue der hl. Elisabeth, Vollfigur mit 
Kirchenmodellf spätgotischf Höhe 1,20 m. 
afel 183.2 
Glocke. Unterer Durchmesser 0,47 m, Höhe 0,35jj0,12 m. Sechs geschwungene Henkel. Am Hals zwei Schnüre 
ohne Inschrift. Spätgotisch. Auf Flanke die nachstehenden Reliefs: 
1. Maria mit Kind, sitzend, unter Baldachin mit krabben- und kreuzblumenbesetztem Giebel. Breite 
0,03 m, Höhe 0,05 m. 
2. Elisabeth,'stehend, in der Linken Kirchenmodell, mit der Rechten einen knieenden Bettler be- 
schenkend, unter Baldachin mit krabben- und kreuzblumenbesetztem Giebel. Am unteren Rande 
„Sfi elilabe". Unter linkem Arm der Figur Wappen mit undeutlichem Bilde. Anscheinend 
Reste von Pilgerzeichen-Ösen. Breite 0,05 m, Höhe 0,09 m. Ton: a. 
Altargerät. 
Kelch, von Silber, vergoldet, mit sechskantigem Stiel und geschwungener Cuppa, auf rundem Knauf 
Blätter. Auf Unterseite des Sechspaßfußes „A; 1671". Stempel m und  Höhe 0,22 m. 
a Tel 163.6 
1 Stadtplan v. Leopold 1738. 
' Stadtplan v. Leopold 1742. 
3 Losch, Chroniken S. 75. 
' Knetsch, lnschriften S. 236. Die Jahreszahl 1771 der Inschrift ist nicht mehr vorhanden, statt ihrer flndet sich die Jahreszahl 
1897, das Datum der letzten Instandsetzung. 
5 Summarischer-Extrakt der Baualmts-Rechnung de anno 1771, Staatsarchiv Marburgr Engelhard, Erdbeschreibung I S. 96 f. 
' Nach Krieger, Cassel'S. 332, Modell der Elisabethkirche zu Marburg. 
7 Nach Lotz, Kunsttopographiel S. 139, Dehn-Rotfelser u. Lotz, Baudenkmäler S. 29 und Narten, Cassel S. 282, aus der 
ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, nach Dehio, Handbuch l S. 25, aus dem 15. Jahrhundert. 
 
Bau- und Kunsldenkmäler im Regierungsbezirk Cassel. VI. CasseX-Stadl. 

	        

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