Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 1 (6)

  
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Gebäude. 
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Taufschüssel, von Silber, kreisförmig. Auf Unterseite „Von gutdenkerzden Gliedern der hiesigen evd 
lutherischen Gemeine derselben auf Veranlassung ihres zweiten Predigers geschenkt. Kassel 1786". 
„Wilhelmine Marie Louise Charlotte von Hanstein war die erste die den X. Mai 1786 daraus getauft 
wurde". „Zum Andenken gestochen von G. W. Weise Hof, kupferstecher". 
Stempel "Ü Durchmesser 0,45 m. 
Gemälde. 
Tischbein, J. H. Verklärung Christi 1764. Breite 3,95 m. Höhe 2,30 m. 
Tischbein, J. H., Kreuzigung Christi 1770. Breite 1,10 m. Höhe 1,45 m} 
Robert, E. F. F., nach Tischbein, J. H., Christus am Ölberg, Breite 1,10 m. Höhe 1,45 m. 
Unbekannter Meister, Pfarrer Schlosser, um 1730. Breite 0,50 m. Höhe 0,60 m. 
Unbekannter Meister, M. Luther, gestiftet 31. Okt. 1817 von Mitgliedern der Gemeinde. Breite 
0,50 m. Höhe 0,66 m. 
Garnisonkirche. 
Der Bau wurde im Frühjahr 1757 unter der Leitung des lngenieur-Oberstleutnants Bröckel begonnen} 
Den Grundstein legte am 22. April Generalleutnant von Wutginau als Vizegouverneur der Residenz in Ver- 
tretung des abwesenden Gouverneurs, Generalleutnants Diede zum Fürstensteinß Eine Medaille, 5 Lot schwer 
von Silber, auf der Vorderseite das Brustbild Landgraf Wilhelms Vlll., auf der Rückseite einen Obelisken auf 
einem Felsen im Meer mit der Umschrift „rectus et immotus" zeigend, wurde nebst andern Münzen und einer 
Zinnplatte mit lateinischem und deutschem Text in den Grund eingemauertß 
Die Kirche steht auf der Stelle des frei adeligen Burgsitzes der Familie von Meysenbug, der zu dem 
Zwecke 1752 angekauft und niedergelegt wurden" Den Grundstock des Baufonds bildete das Vermächtnis der 
Witwe des hessischen Kapitäns Gottschalk, geborenen Briede, welche schon im Jahre 1731 ihr gesamtes Ver- 
mögen zum Kirchenbau bestimmt hatte. Da das Vermächtnis aber nicht ausreichte, so unterblieb die Ausführung 
einstweilen. Erst 1756 wurde eine Kollekte durch ganz Hessen zu dem Ende erhoben." lm September dieses 
Jahres wurde „der Platz beim neuen Thor zu der Garnisonskirche aufgeräumtül Das zum Bau erforderliche 
Eichenholz schenkte der Landgraf. 
Eine Unterbrechung des eben begonnenen Baues führte der siebenjährige Krieg herbei. Die unfertigen 
Mauern erhielten ein Notdach, das die im Innern des Baues untergebrachten Kriegsvorräte decken sollte? Erst 
nach Beendigung des Krieges wurden 1765 die Arbeiten wieder aufgenommen und mit Hilfe einer 1767 er- 
hobenen außerordentlichen Landeskollekte sowie freiwilliger Beiträge der Einwohnerschaft von Cassel in weiteren 
drei Jahren zu Ende geführt, sodaß die Einweihung am 14. Oktober 1770 vor sich gehen konnteß 
Der im Grundriß vorgesehene und bis zur Dachhöhe aufgeführte massive Kirchturm ist nicht zur 
Vollendung gediehen. Das gegenwärtige Uhr- und Glockentürmchen wurde 1780 aufgesetzt. 
Die westfälische Zeit und Herrschaft, welche an den Bauwerken der Stadt nur böse Spuren 
hinterlassen hat, wurde auch dieser Kirche zeitweise verhängnisvoll. Im Jahre 1812 verwandelte sie das Gottes- 
.1 Dehio, Handbuch I S. 205. 
2 Vilmar, Garnisons-Kirche. Piderit, Cassel S. 263. 
3 Schmincke, Cassel, S. 371 H. Krieger, Cassel, S. 263 f. Losch, Chroniken S. 93. Bach, Statistik, S. 37. 
4 Schminckc, Cassel, S. 373, bringt die weitläufigen lnschriften. Apell, Cassel 1792, S. 39 f. 
5 Schmincke, Cassel, S. 252 u. 872. Nebelthau, Gebäude, S. 41. 
' Krieger, Cassel, S. 312 f. 
" Losch, Chroniken, S. 92. 
8 Engelhard, Erdbeschreibung l, S. 119. 
9 Losch, Chroniken, 5.135. Bach, Statistik, S. 37. Hochhut, Kirchenstatistik, S. 45. 
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