Full text: Kreis Cassel-Stadt : Text, Teil 1 (6)

 Stadtbefestigung. 
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Gebäudes gibt eine Verfügung des Kurfürsten vom 30. April 1829 Auskunft, wonach „zur wohlfeileren Her- 
stellung der von der Stadt am Wesertore zu erbauenden neuen Wachthäuser die Gesimse von Ton gebrant 
werden" sollten. Der Abbruch der Torpfeiler erfolgte 1867. ln der Mauer neben der Stelle des alten Tores 
befindet sich über dem Wasserspiegel der Ahna eine breite Scharte aus dem 16. Jahrhundert. 
Das Schlagdtor ist nichts anderes, als die modernisierte alte Schlagdpforte zwischen Salzhaus und 
jetzigem Zuchthaus 1. Selig' zeichnet ein zweiteiliges, wohl für Aus- und Einfahrt bestimmtes Tor mit zwei um 1a 
seitlichen und einem mittleren Pfeiler, das sich auch noch später festsstellen läßti Erhalten hat sich nur der 
eine Endpfeiler. l 131.129 
Unterneustadt. 
Das Leipziger Tor4 diente an Stelle des Neuen Unterneustädter Tores als Ausgang des Stadtteils am Tafel 30,4 
rechten Flußufer. Es stand am äußeren Scheitelpunkt des ovalen Leipziger Platzes, in der kleinen Achse des 
Ovals, und führte auf die Neue Leipziger Straße. Seine Grundform bildeten wie bei den größeren Toren der 
Stadt am linken Ufer der rechteckige Vorhof und die geschwungenen Flügelmauern. Das zugehörige Wacht7 Tafel78ß 
haus, ein eingeschossiges Gebäude mit Mansarde, erscheint zunächstä abgerückt am Nordostrande des Platzes, um 1a 
in der großen Achse des Ovals, dort, wo jetzt das Kreisgerichts-Gefängnis liegt. lhm entsprach als Gegenstück 
auf der anderen Seite des Platzes das gleichfalls einstöckige Mansardenhaus der Gastwirtschaft Zum wilden 
Wasser. Erst zu Beginn des 19. Jahrhunderts' lassen sich Wachthäuser in den Ecken des Torvorhofes fest- um 1a 
stellen. Der Abbruch des Tores und der zugehörigen Gebäude erfolgte 1867. 
' Vgl. S. 68, 70 u. 79. 
2 Stadtplan 1781. 
' Stadtansicht v. Eltzner um 1868. 
' Müller, Cassel, S. 262. 
5 Stadtplan v. Selig 1781. 
ß Stadtplan v. Selig 1822. 
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MÜLLERTOR. 
Nach einer Handzeichnung von S. L. du Ry 1776. 
 
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