Full text: Kreis Cassel-Land : Text (4)

acwaaaezeacaciyaacywzycwaac-wacwcycwc-waa Wilhelmshöhe. Esssmsssxssmsssxsxsssssssssasssssss 
Siegesbogen für einen zweiten Entwurf übernommen, der die Wandelgänge durch einen dreigeschossigen Tafel 135,1 
Schloßbau ersetzt. Apsiden an den Schmalseiten und freistehende Säulenstellung nicht nurnan dieser Konche, 
sondern auch an der Längsfront, rundbogige Fenster im Erdgeschoß und rechteckige Offnungen in den 
beiden oberen Stockwerken klingen an die Seitenflügel an. Eine ähnliche Mischung von reiner Kunst- und 
Nutzarchitektur bringt ein drittes Projekt, bei dem derganze Mittelteil der beiden oberen Stockwerke durch 
eine offene Säulenhalle aufgelöst ist. Die beiden Enden, die wie das Erdgeschoß als Wohnbauten ausgebildet 
sind, deckt eine Kuppel und verkleidet ein antiker Prospekt. Eine durchgehende ionische Säulenreihe für 
die ganze Front, in der Hauptachse mit vortretendem Giebelbau und dahinterliegender kleiner Kuppel, bringt 
ein vierter Vorschlag, die gleiche Lösung mit stärkerer Betonung der Kuppel und der vortretenden Tempel- 
fassade sowie mit breiterer Freitreppe ein fünfter Versuch. Nicht nur eine Apside auf jeder der Schmal- Tafel 136,1 
seiten, sondern auch einen Rundbau in der Mitte der Hauptfront sieht ein sechster Entwurf vor. Ein 
siebenter löst die Aufgabe ganz im Sinne der Nebenflügel, die durch einen geschwungenen eingeschossigen 
Verbindungsbau mit giebelbedecktem Haupteingang, rundbogigen Fenstern und figurengeschmückten Nischen 
mit dem Hauptflügel in Zusammenhang gebracht werden. Von diesem besonnenen Vorschlag unterscheidet 
sich ein achter Entwurf im wesentlichen nur dadurch, daß er eine Mittelkuppel trägt. 
lm selben Umfange wie Jussow schaffte du Ry, der, etwa doppelt so alt wie Jussow, vom Fürsten 
wohl in erster Linie mit der Entwurfsbearbeitung beauftragt war. Seine Vorschläge, die sich in einer Reihe 
von Grundrißskizzen erhalten haben 2, laufen zumeist auf den später ausgeführten Plan hinaus. Unter den 
Aufrissen interessiert eine Zeichnung von 1787, eine ldee du Rys, von Lange zu Papier gebracht, die mit 
Jussows vorletztem Entwurfe eine nicht zu verkennende Verwandtschaft besitzt. Das Projekt ähnelt dem 
jetzigen Hauptflügel, nur gehen die sechs ionischen Säulen des Mittelteils nicht auf den Fußboden 
hinab, sondern stehen, wie bei den Seitenbauten, auf dem vorgezogenen, von fünf rundbogigen Türen 
durchbrochenen Erdgeschoßsockel. Die fehlende Kuppel ist in Blei in die fertige Zeichnung hineinskizziert. 
Vergleicht man die "reiferen Entwürfe Jussows und du Rys miteinander, so kann man sich des Gedankens 
nicht erwehren, daß beide Architekten Hand in Hand gearbeitet haben. Wie eine Bestätigung der'nahe- 
liegenden Vermutung, daß Jussow zu du Ry in einer Art Gehilfenverhältnis stand, darf die Tatsache angesehen 
werden, daß ein von Jussow 1788 unterzeichneter Entwurf, der im allgemeinen den bereits ein Jahr früher 
ausgesprochenen Gedanken wiederholt, die Aufschrift trägt „Dury Bauentwürfe für den Weisenstein gezeichnet 
von Jussow".3 Ob der inkorinthischen Formen gehaltene undatierte Entwurf, der auch im Erdgeschoß 
rechteckige Fenster vorsieht und weder Apsiden noch Kuppel besitzt, von einem der beiden Künstler herrührt, 
ist nicht ersichtlich} 
Bis 1791 zogen sich die Entwurfsarbeiten hin. Du Rys Blätter weisen dieses Jahr auf. Wenngleich 
nun das Projekt mehr und mehr auf die Form ausreifte, welche die Ausführung annahm, so konnte der 
Landgraf zu einem bindenden Entschluß sich immer nochnicht verstehen. Ja, so wenig schienen selbst 
grundsätzliche Fragen geklärt, daß noch in diesem Jahre der Vorschlag auftauchen konnte, an Stelle des 
Mittelflügels eine künstliche Ruine im griechischen Stil aufzuführen? Glücklicherweise blieb die romantische 
Anregung ohne Folgen. Jussow hatte Ende des Jahres mit seinem Vorschlage Erfolg, im Sinne der Neben- 
flügel zu bauen, aber die geradlinig abgeschlossenen und nur über die beiden Obergeschosse sich erstreckenden 
Säulenprospekte durch eine vom Fußboden ansteigende Tempelfront mit Giebel zu ersetzen. lm übrigen 
sollte die Kuppelß die höhere Zweckbestimmung der Fürstenwohnung anzeigen und eine geschwungene, 
brückenartige Terrasse Hauptbau und Nebenflügel wenigstens im Sockel verbindenf 
2 Projecte zu einem Corps de Logis zwischen die beyden Neuerbauten Schloßflügel. 8 Blatt Zeichnungen. Schloß- 
bibliothek Wilhelmshöhe. ß 
3 Schloßbibliothek Wilhemlshöhe. - 4 Schloßbibliothek Wilhelmshöhm 
5 Prospect mit einem ruinierten Corps de Logis 1791 von W. Boettner. Schloßbibliothek Wilhelmshöhe. 
ß Das Modell einer Kuppel mit Triglyphenfries befindet sich nebst anderen Modellteilen vom Schloß auf dem Boden 
der Landesbibliothek zu Cassel. 
7 Allgemeiner Plan der 3 Schloßgebäue. Schloßbibliothek Wilhelmshöhe. 
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