Full text: Kreis Cassel-Land : Text (4)

waaaacwazyacyaaazyacaaacwacwaaaab? Wilhelmshöhe. SEEQSEQEQQEEQEEEEQQEKQEEEEQ 
Die Fürstenzimmer im Erdgeschoß bewohnte Prinzessin Charlotte. Wesentlich besser ausgestattet als früher 
war der „unterste Saal", der offenbar seinen Platz in der Mitte des Ostflügels nicht gewechselt hatte. Er 
besaß „zwey Schenken so verschloßen und mit weißer Öhlfarbe angestrichen dafür ein geschweifter Tisch 
mit balaustern davon eine für den Mundschenk und eine für den Silberdiener". lm selben Farbentone waren 
die inneren und äußeren Glastüren gehalten. 
lm ersten Obergeschoß folgen auf einen mit Tierbildern geschmückten „ Vorgang" die Räume des 
Fürsten. Des „Gnädigsten Herrn Gemaeb" besaß „vier Stück gewürckteTapeten mit figuren, das Brabandische Land- 
leben, aus dem Galleriehauße von der Ober Neustadt". Von erhöhtem lnteresse sind die hier befindlichen „zwey 
Modelle von Gips mit figuren zu dem großen Bassin", die „Sieben Stück Perspectiv Stücke von ltaliänischen 
Gebäuden in vergüldeten Rahmen", sowie besonders die „acht Stück Mahlereyen mit verguldeten Rahmen, Prospecte 
vom Carlsberg aus dem Kunsthaußül Eine große Zahl Kupferstiche findet sich nicht nur in diesem Arbeitsraum, 
sondern auch in dem anstoßenden neu angelegten roten „CabineW und der „meergrünen Schlaf Cammer" des Fürsten. 
Die kleine Gemäldesammlung in der benachbarten „Garderobe" enthielt außer Porträts und Landschaften 
„zwey Mahlereyen von Hochfeld gemahlt, aus der Gallerie" und „drey Stück nach Tischbein vom kleinen 
Mahler Brock", nämlich „einen Prospect von der Orangerie, ein klein Stück, die Cleopatra" und „ein dergl. die 
Auferstehung". Über ein. Dutzend Fürstenbilder befanden sich in der „(weyten Garderobe". Noch zwei auf 
das Schlafgemach des Landgrafen folgende „Zimmer" werden aufgeführt, von denen das eine das auf eine 
Segeltuchtapete gemalte „Salomonische Gericht" enthielt. lm Haupt- und Mittelraum des ersten Obergeschosses, 
dem „Speise Saal", der „vierzehn Stück gewürckte Tapeten, die Historie vom Cyro und der Tomyride" und 
„neun Messing versilberte Placades" besaß, fällt die Menge der Spieltische auf. Linker Hand des Saales 
befand sich ein „Gang", dessen vier Fenster auf den Hof hinausgingen, und auf derselben Seite ein „Zirrrmerä 
das, wie die anstoßende „Schlaf Cezmmer", Porträts und „gewürckte Tapeten, das Menschliche Alter" dar- 
stellend, besaß. 
lm zweiten Obergeschoß befinden sich die Räume für die Kavaliere und Pagen. Hier wohnten die 
Generale von Wackenitz und von Schlieffen. ln den Zimmern des Oberst von Donop und des Oberfalken- 
meisters hingen „sieben Stück gewürckte alte Tapeten von Blumen und Laubwerck, mehrentheils Stahlgrün, 
der Thiergarthen genannt" und in einer nicht näher bezeichneten Kammer gemalte Tapeten mit „Jagd Stücker". 
Der Boden endlich enthielt die Räume für die Bedienterz. Hier auch hatte die „große Uhr" mit einer „Glocken 
zum Stunden Schlag und einer Glocken zu denen Vierteln" sowie „eine Glocke {um läuten" ihren Platz. 
Soweit die Kavaliere nicht im Hauptgebäude Unterkommen gefunden hatten, waren sie mit ihrer Dienerschaft 
im „Flügel nach dem Lustgarten" einquartiert. lm übrigen aber und wohl in der Hauptsache diente der 
Südbau zur Unterbringung des Personals, insbesondere der Marställer, Hofgärtner, Mundköche und Lakaien. 
Auch die „Invalidenwachf befand sich in diesem Bauteil. 
Mit dem älteren lnventarium stimmt das jüngere, das ebenfalls das Kleingerät aufführt, darin überein, 
daß in fast allen Räumen, abgesehen von zwei Kaminen, sich nur eiserne Öfen mit Aufsätzen finden und 
wiederum eine große Zahl von Gueridons anzutreffen ist. Eine Neuerung scheinen die häufig genannten 
Bremer Stühle und die seltener vorkommenden Rohrstühle zu bedeuten. Die schon früher stark benutzte 
Austauschmöglichkeit zwischen den lnventarstücken der einzelnen landgräflichen Besitzungen war durch den 
mittlerweile erfolgten Ba_u des Schlosses Wilhelmstal noch erweitert worden. Aus diesem reizenden Landsitz 
stammten das grün bezogene Kanapee im Speisesaal und die meergrüne Damasttapete im Schlafzimmer des 
Fürsten. Die Orangerie hatte zwei „Spiegel mit einem gläßernen Rahmen" für die landgräflichen Gemächer 
geliefert und das Stadtschloß zu Cassel Möbel, Gemälde und Gobelins für viele sonstige Zimmer abgegeben. 
Sogar das „jägerhaus" und das „Posthaus" waren bei Einrichtung des Weißensteiner Baues nicht geschont worden. 
1 Die italienischen Architekturbilder wie die Darstellungen der Anlagen auf dem Carlsberge sind wahrscheinlich 
gleichbedeutend mit den zurzeit im Naturalien-Museum zu Cassel aufbewahrten Bildern. Möglicherweise befinden sich eine 
Reihe ehemaliger Weißensteiner lnventarstücke jetzt in der Löwenburg. Die Beschreibung wenigstens scheint in vielen 
Fällen zu stimmen. 
99999999999999999999999999999 239 EEEQEQEQQEEEEEEQQQEEQEEEQSEE}C5
	        

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.